Nachhaltigkeitsmanagement: Projekt 21

Die Methode "Projekt21" ist eine Anleitung für kommunales Nachhaltigkeitsmanagement. Sie ist vor allem für kleinere Städte und Gemeinden hilfreich, die nur über begrenzte Personal- und Finanzressourcen verfügen: Mit vorgegebenen Zielen und standardisierten Vorlagen und Verfahren wird der Verwaltungsaufwand auf ein Minimum reduziert - und das bei weitgehender Offenheit für örtliche Besonderheiten.

Projekt21 wurde von ICLEI mit Mitteln des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten  Rheinland-Pfalz in Zusammenarbeit mit 8 rheinland-pfälzischen Pilotkommunen entwickelt.

Wie funktioniert Projekt21?

Im Grunde ist es ganz einfach.

  1. Sie erheben Daten zur Nachhaltigkeit Ihrer Kommune und stellen sie in einem Nachhaltigkeitsbericht zusammen.

  2. Danach ziehen Sie Bilanz und entwickeln gemeinsam mit den wichtigsten Entscheidungsträgern Ziele und Maßnahmen in den Bereichen, in denen die Nachhaltigkeit noch zu wünschen übrig lässt.

  3. Das Ganze beschließen Sie als Handlungsprogramm im Gemeinderat, am besten gleich zusammen mit dem neuen Haushalt.

  4. Dann setzen Sie das Handlungsprogramm gemeinsam mit der Bürgerschaft in Form von Projekten, Maßnahmen und organisatorischen Veränderungen schrittweise um.

  5. Zuletzt bilanzieren Sie, was sich verändert hat, aktualisieren Ihren Nachhaltigkeitsbericht und beginnen den nächsten Zyklus: neue Prioritäten, neue Maßnahmen...

Hier finden Sie die Ergebnisse des Projekts und praktische Vorlagen und Arbeitshilfen.

Neben den Ergebnissen und Anleitungen von Projekt21 können Sie auch von den Erfahrungen von CHAMP profitieren.

Nachhaltigkeitsmanagement: CHAMP

Im Rahmen des LIFE+ Programms der Europäischen Kommission wurde CHAMP als Nachfolgeprojekt zu „Managing Urban Europe 25“ entwickelt. Ziel von CHAMP war es, Integriertes Nachhaltigkeitsmanagement für Kommunen effizient und effektiv zu unterstützen, wobei ein spezieller Fokus auf den Themen Klimaschutz und -anpassung liegt.

Die zentralen Grundbausteine von CHAMP:

  • Fortbildung & Beratung für Kommunen
  • Information und Sensibilisierung rund um Integriertes Management und Klimawandel
  • Aufbau einer europaweiten Partnerschaft für zyklisches und integriertes Nachhaltigkeitsmanagement
  • Aufbau von nationalen Trainingskapazitäten für Integriertes Management
  • Weiterbildung der Umweltgutachter in Zusammenarbeit mit dem Umweltgutachterausschuss

Materialien

Auch nach Ende des CHAMP Projekts im Jahr 2012 steht eine breite Palette an Materialen zur Unterstützung von Kommunen und Fortbildungseinrichtungen zur Verfügung:

  • Leitfäden zu jedem Managementschritt, die detailliert beschreiben, was die Ziele und Inhalte des jeweiligen Schrittes sind. Vorgefertigte Trainingsmaterialien  erleichtern die Vermittlung
  • Fallstudien (Englisch) helfen die Trainingsinhalte besser zu veranschaulichen.

Die Methode soll europaweit verbreitet und möglichst breit angewendet werden. In Italien, Deutschland, Ungarn und Finnland sind dazu bereits nationale Trainingszentren entstanden. Weitere sind in Vorbereitung.