Email not displaying correctly? View it in your browser

Nachhaltigkeit kommunal

Nr. 11 |
September 2014

Willkommen zur 11. Ausgabe von NACHHALTIGKEIT KOMMUNAL!

Und schon wieder ist ein Sommer vorüber! Um Sie bei einem schwungvollen Start in den Herbst zu unterstützen, haben wir in der 11. Ausgabe des Nachhaltigkeit Kommunal Newsletters wichtige und interessante Informationen für Sie aufbereitet.

Wir wünschen viel Freude beim Lesen!

Inhalt

1 NEUIGKEITEN

2 GESCHEHNISSE VOR ORT

3 VERANSTALTUNGEN

1 I NEUIGKEITEN

nachhaltigkeit-kommunal.eu mit neuem Inhalt

Die Webseite nachhaltigkeit-kommunal.eu präsentiert sich mit neuem Inhalt. Nach intensiver Überarbeitung bietet die Seite Städten und Gemeinden nun noch mehr Möglichkeiten an Ihrer Nachhaltigkeit zu arbeiten.

Neu sind vor allem eine größere Auswahl von Beratungsangeboten, die von Kommunen in Anspruch genommen werden können, sowie ein neues online Ressourcenzentrum mit vielen praktischen Hinweisen, Anleitungen und Werkzeugen.

Die Beratungsangebote für Städte und Gemeinden, welche vom ICLEI Europasekretariat angeboten werden, umfassen ein breites Spektrum an Themen und Produkten: Von Wasser über Klimaschutz zu nachhaltiger Beschaffung oder Governance – informieren Sie sich, was ICLEI vor Ort für Sie leisten kann.

Das neue online Ressourcenzentrum ermöglicht es interessierten Stadtverwaltungen, lokalen Initiativen und einzelnen BürgerInnen kostenfrei und unverbindlich auf Informationen, Anleitung und Hilfestellungen zu zugreifen. Die Angebote reichen von interessanten Analysen zum Nachlesen, über Musterhandlungsprogramme für Nachhaltigkeitsstrategien bis hin zu kompletten Trainingsmodulen, die online genützt werden können.

Nutzen Sie das neue online Angebot von nachhaltigkeit-kommunal.eu

Ergebnisse des 6. EU Forums der Regionalpolitik

Am 8. und 9. September trafen sich mehr als 700 Vertreter von EU Institutionen, nationalen Regierungen, Städten, Gemeinden und Regionen sowie Vertreter von Wirtschafts- und Sozialverbänden, der Zivilgesellschaft und Forschungseinrichtungen zum 6. EU Forum der Regionalpolitik in Brüssel. Ziel der Veranstaltung war zu diskutieren, wie die nächste Generation von EU Regional- und Strukturfonds, welche 2014 in Kraft treten, zur Erholung der Europäischen Wirtschaft beitragen können. ICLEI war vor Ort um die Sichtweise von lokalen und regionalen Akteuren vertreten.

In den Debatten und Vorträgen kamen zwei Hauptargumente zum Vorschein. Auf der einen Seite war die Überzeugung zu finden, dass Regional- und Strukturfonds einen wichtigen Beitrag zur Überwindung der Wachstums- und Beschäftigungskrise in Europa leisten können, aber effizient eingesetzt werden müssen. Der Präsident des Europäischen Parlaments, Martin Schulz, forderte deshalb, dass „jeder Euro, den wir ausgeben so viel Mehrwert wie möglich erzeugt“.

Die VertreterInnen von Städten, Gemeinden und Regionen hoben dagegen hervor, dass die Förderinstrumente der Struktur- und Regionalpolitik vereinfacht werden müssen, um den Akteuren vor Ort mehr Raum für lokale Lösungen zu ermöglichen. Garrelt Duin, Minister für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk des Landes Nordrhein-Westfalen forderte stellvertretend für viele andere regionale und lokale Akteure einen signifikanten Bürokratieabbau. Mit Bezug auf die Unmengen an Vorschriften verlangte er „mit der großen Schere reinzugehen und mehr Vertrauen zu haben in diejenigen, die vor Ort mit diesem Geld umgehen“.

Mehr Informationen, sowie Videos zu den Reden und Podiumsdiskussionen finden Sie hier.

Die Nominierten für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2014 stehen fest

Vierzehn Unternehmen und neun Kommunen sind für den diesjährigen Deutschen Nachhaltigkeitspreis nominiert. Die Expertenjury unter Vorsitz von Prof. Günther Bachmann, Generalsekretär des Rates für Nachhaltige Entwicklung, nominierte sie für Spitzenleistungen in der Bewältigung von ökologischen und sozialen Zukunftsherausforderungen.

Die nominierten Städte und Gemeinden sind:

In der Kategorie Deutschlands nachhaltigste Kleinstädte und Gemeinden

In der Kategorie Deutschlands nachhaltigste Städte mittlerer Größe

In der Kategorie Deutschlands nachhaltigste Großstädte

Am 28. November 2014 treffen sich 1.200 Entscheidungsträger aus Unternehmen, Kommunen, Politik, Forschung und Zivilgesellschaft zur Verleihung des Deutschen Nachhaltigkeitspreises. Wir gratulieren allen Nominierten und sind gespannt auf die Entscheidung!

Ausschreibung Enspire Award: Jetzt für Fördermittel in der Entwicklungszusammenarbeit bewerben

Mit dem erstmals ausgeschriebenen Enspire Award können sich Akteure aus der Entwicklungszusammenarbeit für Fördermittel in Höhe von 5.000 Euro bewerben. Mit diesem neu geschaffenen Award wird ein ausgewähltes Projekt im Bereich erneuerbare Energien in Schwellen- und Entwicklungsländern gefördert. Das Ziel ist, die Schaffung nachhaltiger Rahmenbedingungen für die Stromversorgung vor Ort zu unterstützen.

Die Fördermittel stammen aus der Grüner Strom Zertifizierung der Ökostrom-Marke Enspire. Auf diese Weise wird saubere Energie mit der Entwicklungszusammenarbeit verbunden - weil nicht nur wir in Deutschland von erneuerbaren Energien profitieren sollen.

Nutzen Sie die Chance und bewerben Sie sich online bis 31. Oktober 2014 mit Ihrem Projekt. Welche Unterlagen Sie einreichen müssen und welche Kriterien es zu beachten gilt, erfahren Sie kurz und bündig auf www.enspire-energie.de/award.

2 I GESCHEHNISSE VOR ORT

Wegwerfen-nein danke! Repair Cafes - auch in Rheinland Pfalz

Repair Cafés ein intelligenter Trend in der Nachhaltigkeitsszene, der aktuell auch von einigen lokalen Agenden in Rheinland-Pfalz aufgegriffen wird. Repair Cafés sind ehrenamtliche Treffen, bei denen die TeilnehmerInnen alleine oder gemeinsam mit anderen ihre kaputten Dinge reparieren. Dafür werden in passender Atmosphäre Werkzeug und Material für alle möglichen Reparaturen zur Verfügung gestellt. Auch ReperaturexpertInnen wie ElektrikerInnen, SchneiderInnen, TischlerInnen und FahrradmechanikerInnen stehen mit Ihrem Wissen zur Verfügung. BesucherInnen können defekte Gegenstände von zu Hause mitbringen und reparieren diese gemeinsam mit den Fachleuten. Repair Cafes sind meist keine fix etablierten Institutionen, sondern werden periodisch organsiert, nicht nur durch die lokale Agenda.

In Rheinland-Pfalz finden solche Treffen bereits regelmäßig in Kommunen wie Mainz, Trier, Bad Kreuznach, Koblenz, Wörrstadt und Speyer statt. Auch die lokale Agenda in Ludwigshafen überlegt einen solchen Ort der Begegnung zu schaffen, denn in Repair Cafes werden nicht nur kaputte oder alte Geräte instand gesetzt, vielfach werden auch alte und neue soziale Kontakte aktiviert. Repair Cafes bringen Menschen aus unterschiedlichen Lebenskontexten zusammen, die sich gemeinsam einer Aufgabe widmen, dem Reparieren. Eine wahrhaft nachhaltige Aufgabe!

Jeder kann ein Repair Cafe eröffnen. Weitere Informationen und gute Beispiele finden sie hier.

Neu-Ulm schreitet mit neuem Nachhaltigkeitsbericht voran

In der bayrischen Stadt Neu-Ulm ist Nachhaltigkeit bereits seit der Teilnahme am Europäischen Projekt „Managing Urban Europe“ von 2005 bis 2008 ein wichtiges Thema. Die Unterzeichnung der Aalborg Commitments im Oktober 2006, als erste bayrische Kommune, unterstrich dieses Engagement der Stadt nochmals. Oberbürgermeister Gerold Noerenberg sagte damals zur Unterzeichnung: "Mit den Aalborg Commitments wollen wir Umweltschutz und Nachhaltigkeit stärker in der Verwaltung verankern."

Im Juni 2009 wurde das Leitbild für eine nachhaltige Entwicklung Neu-Ulms beschlossen. Mit diesem Beschluss wurden die Grundlagen für das kommunale Nachhaltigkeitsmanagement Neu-Ulms geschaffen. 2010 entstand der erste Nachhaltigkeitsbericht. Die Stadt Neu-Ulm thematisiert und dokumentiert seither systematisch die nachhaltige Entwicklung im Stadtgebiet. Der aktuelle Nachhaltigkeitsbericht reiht sich in diesen engagierten und systematischen Prozess ein.

Das Beispiel von Neu-Ulm zeigt, dass ein beteiligungsorientiertes, integriertes und zyklisches Nachhaltigkeitsmanagement Erfolge bringt. Wie Sie dem Beispiel von Neu-Ulm folgen können und ein integriertes und zyklisches Nachhaltigkeitsmanagement in Ihrer Kommune durchführen können erfahren Sie auf nachhaltigkeit-kommunal.eu.

3 I VERANSTALTUNGEN

Local Renewables Conference 22 – 24 Oktober in Freiburg und Lörach

Mit der 6. Local Renewables Conference in Freiburg und Lörrach setzt das ICLEI Europasekretariat eine erfolgreiche Veranstaltungsserie fort. Vom 22. bis 24. Oktober 2014 treffen sich Vertreter von Städten und Gemeinden, städtischen Unternehmen, Ministerien, Forschungseinrichtungen und Finanzierungsinstitutionen aus ganz Europa um praktische Lösungen für die dezentrale Nutzung erneuerbarer Energien zu diskutieren. Ortstermine und Besichtigungen erfolgreicher Beispiele der lokalen Energiewende, in Freiburg und Lörrach, schaffen ein greifbares Rahmenprogramm für Vorträge von Experten aus aller Welt und informativen Workshops.

Werfen Sie einen Blick ins Veranstaltungsprogramm, oder melden Sie sich direkt an.

8. Netzwerk21Kongress vom 23. bis 24. Oktober 2014 in München

Nachhaltigkeit mit Leben füllen, Akteure mit Ideen und Projekten für die Zukunft zusammenführen – das will der bundesweite Fortbildungs- und Netzwerkkongress für lokale Nachhaltigkeitsinitiativen. Es geht um die Organisation einer neuen Mitverantwortung und um starke Impulse für die Transformation der Gesellschaft. Nur in gemeinsamer Verantwortung von Politik, Gesellschaft und Bürger/-innen lassen sich die Herausforderungen des Wandels im Interesse des Gemeinwohls meistern.

In verschiedenen Workshop- und Gesprächsformaten werden folgende Fragen diskutiert:

Welches Wachstum brauchen wir in der Zukunft? Wo findet Transformation statt? Welche Rolle spielen dabei die unterschiedlichen Akteure? Was motiviert sie? Welche Ziele und Herausforderungen sind für ausgewählte Handlungsfelder, wie Energiewende, Konsum, Entwicklungszusammenarbeit zu identifizieren?

Weitere Informationen finden Sie hier.

Impressum

NACHHALTIGKEIT KOMMUNAL ist eine Initiative des ICLEI Europasekretariates, gefördert durch das Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung des Landes Rheinland-Pfalz.

Die inhaltliche Verantwortung für NACHHALTIGKEIT KOMMUNAL obliegt dem ICLEI Europasekretariat und spiegelt nicht unbedingt die Meinung des Partners bzw. erwähnter Institutionen wieder.

Falls Sie Kommentare/Fragen haben oder weitere Informationen haben möchten, schicken Sie eine E-mail an: nachhaltigkeitkommunal@iclei.org.

Copyright © 2014 ICLEI European Secretariat GmbH, Freiburg, Germany.

ICLEI Europe