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Nachhaltigkeit kommunal

Nr. 17 |
Oktober 2016

Willkommen zur 17. Ausgabe von NACHHALTIGKEIT KOMMUNAL!

Etwas mehr als ein Jahr ist vergangen seit der Verabschiedung der Globalen Nachhaltigkeitsziele durch die Vereinten Nationen im September 2015. Vieles ist seither im Bereich kommunaler Nachhaltigkeit geschehen. In dieser Ausgabe von Nachhaltigkeit Kommunal zeigen wir praktische Beispiele für eine Nachhaltigkeitswende vor Ort, geben Hinweise für Kommunen auf ihrem Weg hin zu einer nachhaltigen Zukunft und zeigen wie es mit dem Thema auf internationaler Ebene weitergeht.

Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen!

Inhalt

1 VOR ORT IN RHEINLAND-PFALZ

2 NÜTZLICHES UND INTERESSANTES

3 KOMMUNALE NACHHALTIGKEIT IN DER WELT

1 I Vor Ort in Rheinland-Pfalz

Mittendrin – Umwelt erleben mit geflüchteten Kindern in Ludwigshafen

Seit Juni 2016 führt die ILA (Initiative Lokale Agenda 21 Ludwigshafen e.V.) das Projekt „Mittendrin – Umwelt erleben mit geflüchteten Kindern“ durch. Auf dem Gelände einer Ludwigshafener Notunterkunft für Flüchtlinge und Asylsuchende, in der Familien untergebracht sind, finden einmal wöchentlich Aktionen mit Kindern ab 6 Jahren statt.

Gestartet wurde etwa mit dem Anlegen und Pflegen von einigen Hochbeeten, dem Bau eines Insektenhotels und der Erkundung des direkten Wohnumfelds der Kinder unter umweltpädagogischen Gesichtspunkten. Mittlerweile wurden auch Ausflüge in die Umgebung und die Stadt durchgeführt, z.B. in das Landschaftsschutzgebiet Maudacher Bruch, oder in den Wildpark Rheingönheim, in dem die Tiere des Parks mit der Tierwelt der Heimatländer der Kinder verglichen wurden.

Durch "Mittendrin" haben die Kinder die Möglichkeit auf einzigartige Weise ihre neue Heimat zu erforschen und zu entdecken. Gleichzeitig werden sie spielerisch, durch Ausflüge und der Teilnahme an öffentlichen Veranstaltungen bei der Integration in eine fremde Gesellschaft unterstützt.

Das Projekt ist aktuell von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt für sechs Monate gefördert. Aufgrund des Erfolgs möchte die ILA das Projekt allerdings weiterführen und ist auf der Suche nach neuen Fördermöglichkeiten und weiteren Unterstützern.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Enkenbach-Alsenborn für Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2016 nominiert

Die Ortsgemeinde Enkenbach-Alsenborn im Landkreis Kaiserslautern ist 2016 in der Kategorie "Kleinstädte und Gemeinden" für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis für Städte nominiert.

Die Kommune legt mit dem Masterplan 100% Klimaschutz einen starken Fokus auf die Themen Klima und Energie. Eine eigene Klimaschutzkonferenz verdeutlicht, wie ernst man es hier damit meint. Das zeigen auch die Pläne für eine Ampel auf dem Kirchturm. Ähnlich der Schuldenuhr soll sie – als Ansporn – anzeigen, wann die Gemeinde wie viel Ökostrom nutzt. Aber auch in anderen dringenden Handlungsfeldern ist die Gemeinde schon aktiv. Sie entwickelt Mobilitätskonzepte für Senioren und Jugendliche und Maßnahmen zur Integration von Flüchtlingen.

Ob Enkenbach-Alsenborn den Deutschen Nachhaltigkeitspreis erhält, wird sich bei der Preisverleihung, am 25.11 in Düsseldorf, im Rahmen des 9. Deutschen Nachhaltigkeitstags zeigen.

2 I Nützliches und Interessantes

Förderaufruf "Kurze Wege für den Klimaschutz"

Verbände, Vereine, Stiftungen und Kommunen können ab sofort und bis zum 31. Oktober 2016 eine Förderung für Klimaschutzprojekte auf Nachbarschaftsebene beantragen. Mit dem neuen Förderaufruf "Kurze Wege für den Klimaschutz" im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative weitet das Bundesumweltministerium seine Förderangebote zur Realisierung klima- und ressourcenschonenden Alltagsverhaltens deutlich aus.

Gegenstand der Förderung sind Vorhaben, die Angebote zur Realisierung klimaschonender Aktivitäten auf Nachbarschaftsebene beziehungsweise in Quartieren schaffen, wie zum Beispiel:

  • Maßnahmen auf Nachbarschaftsebene zur Bildung, Information und Aufklärung im Klimaschutz,
  • Maßnahmen zur Aktivierung von Bürgerinnen und Bürgern für klimaschonendes Alltagsverhalten auf Nachbarschaftsebene,
  • die Einrichtung und den Betrieb von Begegnungsstätten/-flächen sowie deren Weiterentwicklung mit klimaschutzbezogenen Angeboten auf Nachbarschaftsebene,
  • innovative Ideen mit oben genanntem Ziel.

Die Projekte sollen ganz konkret zur Vermeidung von Treibhausgasemissionen beitragen, beispielsweise durch eine Senkung des Energie- und Ressourcenverbrauchs. Im Zentrum stehen dabei gemeinschaftliche, nicht profitorientierte Aktivitäten, die verschiedene Lebensbereiche (zum Beispiel Wohnen, Strom- und Heizenergieverbrauch, Ernährung, Flächenverbrauch, Konsumgüterverbrauch) adressieren.

Weitere Informationen, sowie Hinweise zur Antragstellung finden Sie hier.

Countdown zum 10. Netzwerk21Kongress in Dortmund

Am 27./28. Oktober findet der 10. Netzwerk21Kongress in Dortmund statt. Anwesend sind u. a. Bundesministerin Barbara Hendricks (BMUB), der nordrhein-westfälische Umweltminister Johannes Remmel und der Oberbürgermeister der Stadt Dortmund, Ullrich Sierau, die sich mit der Adaption der globalen Nachhaltigkeitsziele auf die jeweiligen Politik- und Praxisebenen beschäftigen.

Mehr Informationen zum Programm und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

Energiekonflikte nutzen - Wie die Energiewende vor Ort gelingen kann.

Die bundesweite Energiewende ist beschlossene Sache. Doch wie diese vor Ort in den Städten und Gemeinden konkret gestaltet wird, steht bei weitem nicht fest und verläuft nicht immer reibungslos. An vielen Orten organisieren sich Bürgerinnen und Bürger aktiv gegen Elemente der Energiewende, wie z.B. den Ausbau von Windkraftanlagen. Wie man erfolgreich solche lokalen Energiekonflikte aufgreifen und überwinden kann, ist Thema der neuen Broschüre "Energiekonflikte nutzen - Wie die Energiewende vor Ort gelingen kann".

Die Broschüre fasst zentrale Erkenntnisse des Projektes „EnerLOG – Lösung von lokalen energiepolitischen Konflikten und Verwirklichung von Gemeinwohlzielen durch neue Organisationsformen im Energiebereich“ zusammen. EnerLOG untersuchte von August 2013 bis November 2016 Debatten um die Neuausrichtung der Energieversorgung auf der lokalen Ebene. 

Die Broschüre steht hier zum Download bereit.

3 I Kommunale Nachhaltigkeit in der Welt

Habitat III vom 17. bis 20. Oktober 2016 in Quito

Im September 2015 wurde ein wichtiger Meilenstein für eine nachhaltige globale Entwicklung gelegt: die Globalen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen. Städte und Gemeinden spielen eine zentrale Rolle in den Global Goals. Nicht nur durch Ziel 11 "Städte und Siedlungen inklusiv, sicher, widerstandsfähig und nachhaltig machen", sondern auch durch ihre wichtige Rolle bei der Umsetzung vieler anderer Ziele. Deshalb ist es um so bedeutender, dass die erste große Konferenz der Vereinten Nationen, nach Verabschiedung der Globalen Nachhaltigkeitsziele, sich genau diesem Thema annimmt.

Die United Nations Conference on Housing and Sustainable Urban Development, kurz Habitat III, findet vom 17. bis 20. Oktober 2016 in Quito, Ecuador statt. Sie ist die zentrale Konferenz der Vereinten Nationen zum Thema nachhaltige Stadtentwicklung. Von Habitat III wird erwartet wichtige Impulse zur Umsetzung und Operationalisierung der Globalen Nachhaltigkeitsziele beizutragen. Doch auch darüber hinaus ist die Habitat III richtungsweisend, denn die UN Konferenzen zu Wohnen und nachhaltiger Stadtentwicklung finden nur alle 20 Jahre statt.

Mehr Informationen zur Habitat III finden Sie auf der Konferenzwebseite.

Weiterführende Informationen auf Deutsch bieten unter anderem das Umweltbundesamt, oder die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit.

Impressum

NACHHALTIGKEIT KOMMUNAL ist eine Initiative des ICLEI Europasekretariates, gefördert durch das Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau des Landes Rheinland-Pfalz.

Die inhaltliche Verantwortung für NACHHALTIGKEIT KOMMUNAL obliegt dem ICLEI Europasekretariat und spiegelt nicht unbedingt die Meinung des Partners bzw. erwähnter Institutionen wieder.

Falls Sie Kommentare/Fragen haben oder weitere Informationen haben möchten, schicken Sie eine E-mail an: nachhaltigkeitkommunal@iclei.org.

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