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Nachhaltigkeit kommunal

Nr. 6 |
Dezember 2012

Willkommen zur 6. Ausgabe von NACHHALTIGKEIT KOMMUNAL!

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und so wird es wieder Zeit die wichtigsten Ereignisse der letzten Monate Revue passieren zu lassen. Unter anderem werden die Preisträger der deutschen Nachhaltigkeit vorgestellt, spannende Berichte zur Nachhaltigkeitsarbeit in den Kommunen geliefert und neue Trainingsangebote für Städte und Gemeinden beworben.

                      Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen und eine schöne Adventszeit!

Inhalt

1 I NACHHALTIGE PREISTRÄGER

2I STIMMEN AUS DEM RATHAUS DER WELT

3 I ENGAGEMENT VOR ORT

4 I  TRAINING

5 I SELBST AKTIV WERDEN - ABER WIE?

1 I NACHHALTIGE PREISTRÄGER

Preisträger des Deutschen Nachhaltigkeitspreises 2012

Am 6. Dezember wurde in Düsseldorf in einer feierlichen Zeremonie mit 800 persönlich geladenen Gästen aus Kommunen, Wirtschaft, Politik, Medien, NGOs und Gesellschaft der deutsche Nachhaltigkeitspreis verliehen. 

Persönlichkeiten wie Dr. Wolfgang Schäuble, Prof. Klaus Töpfer und Petra Roth überreichen die Preise an die (Ober-)Bürgermeister von "Deutschlands nachhaltigsten Städten und Gemeinden". Ehrenpreisträger erhielten u.a. Jahrhundertarchitekt Sir Norman Foster und UNESCO-Sonderbotschafterin Claudia Cardinale.

Die Gewinner des "Deutschen Nachhaltigkeitspreises" in den Kategorien Großstadt, Mittelstadt und Kleinstadt sind die folgenden Städte:

Freiburg (Kategorie Großstadt)

Neumarkt in der Oberpfalz (Kategorie Mittelstadt)

Wunsiedel (Kategorie Kleinstadt)

Wir gratulieren herzlich zu dieser beeindruckenden Leistung und den beachtlichen Erfolgen, die diese Städte im Bereich der Nachhaltigkeit erzielt haben.

Preisträger des Zeitzeiche(N) Preises 2012

Wie es bereits Tradition ist, wurden auf dem sechsten Netzwerk21Kongress in Erfurt (15./16. Oktober 2012) die diesjährigen Zeitzeiche(N)-Preise vergeben. Im Rahmen einer festlichen Veranstaltung im Ratssaal des Rathauses zu Erfurt wurde in der Kategorie Kommunen die Gemeinde Alheim mit dem Deutschen Lokalen Nachhaltigkeitspreis Zeitzeiche(N) ausgezeichnet. Die Gemeinde wurde insbesondere für ihr Projekt Generationen-Netzwerk geehrt.
„Alheim hat sich in den letzten Jahren im Bereich der nachhaltigen Bildung und Entwicklung, Generationen-Netzwerke, im Klima-, Umwelt- und Naturschutz einen Namen gemacht“, so Dr. Ralf Bleicher, Deutscher Landkreistag und Mitglied im Beirat des Netzwerk21Kongresses. Alheim ist ein herausragendes Beispiel wie eine kleine Gemeinde durch pfiffige Ideen großes erreichen kann.
Weitere Informationen zum Preis selbst wie den Preisträgern finden sie hier: www.netzwerk21kongress.de/zeitzeichen/de/preistraeger_2012.asp 

 

2 I STIMMEN AUS DEM RATHAUS DER WELT

Vom 20.-22.Juni haben sich die wichtigsten Regierungschefs und VertreterInnen internationaler Unternehmen und Verbände in Brasilien zum sogenannten Rio+20 Gipfel, der UN Konferenz für Nachhaltige Entwicklung, getroffen. Um einen besonderen Eindruck von der Rio+20 Konferenz sowie der Stimmung vor Ort zu erhalten, hat ICLEI Interviews mit den Oberbürgermeistern der deutschen Städte Heidelberg und Freiburg sowie dem ersten Stadtrat von Hannover geführt. Zudem wurde eine Zusammenschau der Aussagen anderer BürgermeisterInnen aus der ganzen Welt erstellt. Trotz einer gewissen Ernüchterung angesichts fehlender Impulse aus Rio, sind sich die Stadtvertreter einig, dass mit Hilfe der lokalen Ebene wertvolle Fortschritte in der Nachhaltigkeitsarbeit erzielt werden können. Das zeigt sich besonders in Ihrer Schilderung der vielen Projekte und Errungenschaften, die auf lokaler Ebene in Deutschland bereits erzielt werden konnten.
Auch Ulrike Höfken, Umweltministerin des Landes Rheinland-Pfalz, teilte ihre Einschätzung der bisherigen Erfolge und Entwicklungen mit und sprach über die zukünftige Finanzierung der Lokalen Agenda 21 in Rheinland-Pfalz. Auch dieses Interview, das unter anderem einen interessanten Einblick in die deutsche Nachhaltigkeitsarbeit gibt, finden Sie im Download Bereich der NACHHALTIGKEIT KOMMUNAL Webseite. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Ansehen dieser Videos! 

3 I ENGAGEMENT VOR ORT

Andernach - Pflücken erlaubt statt "Betreten verboten"

Mit seinem Projekt „Essbare Stadt“ macht Andernach aus seinen Parkanlagen begehbare Gärten und ergänzt die gewohnten Grünflächen um Gemüsearten wie Zucchini, Mangold oder Salat. Damit  möchte die Stadt ihre Grünflächen langfristig als grüne und nachhaltige Stadt lebendig und vielgestaltig entwickeln. Für die Verantwortlichen ist es wichtig, dass neben der attraktiven Gestaltung der Grünflächen, diese gleichzeitig im Sinne einer Multifunktionalität auch ökologische und ökonomische Funktionen gleichermaßen unterstützen. Erklärtes Ziel der Umgestaltungen ist es, zukünftig die städtischen Grünflächen der Stadt wieder erlebbarer zu machen. Die Wichtigkeit genetischer Vielfalt für eine gesunde Landwirtschaft wird dabei besonders thematisiert. Dies wird jedes Jahr anhand einer ausgewählten Gemüseart dargestellt. So wurden im Jahr 2010 101 Tomatensorten, ein Jahr darauf 100 Bohnensorten und in diesem Jahr 20 verschiedenen Zwiebelsorten angepflanzt.

Das Interesse an der innovativen Grünraumbewirtschaftung der Stadt ist enorm. Immer mehr BesucherInnen wollen die essbare Stadt erleben, zahlreiche Fernseh- und Zeitungsteams waren vor Ort um darüber zu berichten. Nicht zuletzt hat Andernach einige Preise und Anerkennungen für ihr Engagement erhalten, ua. die Goldmedaille bei der Entente Florale und die Auszeichnung „Lebenswerte Stadt“ der Deutschen Umwelt Hilfe.
Auch NACHHALTIGKEIT KOMMUNAL hat sich in einem Gespräch mit dem Verantwortlichen, sowie einem Besuch vor Ort Anfang November ein Bild gemacht und damit erste Kontakte zur Stadt geknüpft. Andernach ist nicht zuletzt durch das Zusammenspiel von Verwaltung und interessierter Zivilgesellschaft ein interessantes Vorzeigebeispiel.

20 Jahre ICLEI Europasekretariat

Dieses Jahr wurde das ICLEI Europasekretariat 20 Jahre alt. Seit seiner Gründung hat sich ICLEI kontinuierlich für lokale Nachhaltigkeit in Europa und auch darüber hinaus eingesetzt. Zu verschiedenen nachhaltigkeitsrelevanten Themen wie Beschaffung, Klimaanpassung oder Artenschutz hat ICLEI zusammen mit zahlreichen internationalen Partnern erfolgreiche Projekte durchgeführt, weitreichende Initiativen angestoßen und relevante Hintergrundberichte erstellt,
Am 24. Oktober diesen Jahres feierte ICLEI daher zum Anlass des 20 jährigen Jubiläums diese erreichten Erfolge, stellte gleichzeitig auch die Frage nach der zukünftigen Rolle von Städten. Welchen Beitrag können Städte, Gemeinden und Regionen tatsächlich leisten? Kann die derzeit hohe Lebensqualität auch mit geringerem Ressourcenverbrauch aufrechterhalten werden? Welche politischen Lösungen müssen gefunden werden um den gewaltigen Herausforderungen zu begegnen?
Ein hochkarätiges Panel bestehend aus Experten aus Politik, Wirtschaft und Forschung haben sich im Rahmen einer Podiumsdiskussion mit diesen Frage befasst und das interessierte Publikum inspiriert und zum Nachdenken angeregt.

Wolfgang Teubner, der Geschäftsführer des ICLEI Europasekretariats bilanzierte:“ Wenn wir jetzt in eine nachhaltige Zukunft aufbrechen wollen, können wir nicht auf die internationale Staatengemeinschaft warten. Nur Städte und Gemeinden sind in der Lage, die notwendigen Entwicklungen voranzutreiben. Die Herausforderungen sind enorm, das ist klar. Wenn wir diese aber als Möglichkeiten begreifen, die Rahmenbedingungen stimmen und wir voneinander lernen, können die vielen Maßnahmen vor Ort zu einer mächtigen Bewegung heranwachsen, die gemeinsam das Ziel einer nachhaltigen Zukunft verfolgt.

4 I TRAININGSANGEBOT

Pilotstädte zur nachhaltigen Holzbeschaffung gesucht

Das Sustainable Timber Action (STA) Projekt unterstützt öffentliche Beschaffende in ganz Europa dabei Holz aus legalen und nachhaltigen Quellen zu beschaffen. Gleichzeitig versucht das Projekt die Öffentlichkeit auf die Auswirkungen einer nicht-nachhaltigen Waldbewirtschaftung aufmerksam zu machen.


Im Rahmen des STA Projekts besteht die Möglichkeit 3 Behörden in Deutschland technisch bzw. juristisch in ihren Bemühungen zur nachhaltigen Holzbeschaffung zu unterstützen. Dieses Angebot gilt für alle Städte, Gemeinden und Behörden – von absoluten Anfängern, die sich das erste Mal mit dem Thema nachhaltiges Holz beschäftigen bis hin zu erfahrenen öffentlichen Auftraggebern, die noch einen Schritt weiter gehen möchten und ihre Holzbeschaffung weiter verbessern wollen. Besonders hoffen wir dabei mit Behörden zusammen arbeiten zu können die sich auch mit den sozialen Aspekten und dem fairen Handel von Holz beschäftigen möchten.
Weitere Informationen finden Sie hier: www.sustainable-timber-action.org/de/beratung-fuer-pilotstaedte/

5 I SELBST AKTIV WERDEN - ABER WIE?

NACHHALTIGKEIT KOMMUNAL

Die Initiative NACHHALTIGKEIT KOMMUNAL richtet sich insbesondere an Städte und Gemeinden in Rheinland-Pfalz und will diese auf ihrem Weg zu mehr Nachhaltigkeit unterstützen. Sie können sich jederzeit unverbindlich und kostenlos Ihre Erstberatung holen und gemeinsam mit uns den Handlungsbedarf und das Entwicklungspotential in Ihrer Kommune abstecken. Vereinbaren Sie einfach einen Termin: nachhaltigkeitkommunal@iclei.org
Natürlich steht dieses Beratungsangebot auch Kommunen, die bereits in einem Nachhaltigkeitsprozess aktiv sind, zur Verfügung!
Weitere Informationen zur Methode erhalten Sie unter: www.nachhaltigkeit-kommunal.eu

Klimaschutzinitiative fürdert Kommunen

Ab Januar 2013 gibt es wieder die Möglichkeiten sich für Fördergelder bei der deutschen Klimaschutzinitiative zu bewerben. 

Mit den neuen Förderbedingungen wird Kommunen, die noch am Anfang ihrer Klimaschutzaktivitäten stehen sowie insbesondere auch kleineren Gemeinden der Einstieg in den Klimaschutz erleichtert. Ein Schwerpunkt der Förderung ist die Umstellung von Innen- und Hallenbeleuchtung auf besonders energiesparende LED-Technik, dies wird mit einer Quote von 40 Prozent bezuschusst. Weiterhin gefördert wird die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technologie.

Anträge können vom 1. Januar bis zum 31. März 2013 beim Projektträger Jülich eingereicht werden. Ausführliche Beratung zu den Förderangeboten bietet das Service- und Kompetenzzentrum: Kommunaler Klimaschutz. Weitere Informationen rund um die Förderung der Klimaschutzinitiative erhalten sie unter folgendem Link: www.bmu-klimaschutzinitiative.de/de/projekte_nki

Impressum

NACHHALTIGKEIT KOMMUNAL ist eine Initiative des ICLEI Europasekretariates, gefördert durch das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Weinbau und Forsten des Landes Rheinland-Pfalz, das deutsche Umweltbundesamt, das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, sowie das LIFE+ Programm der Europäischen Union.

Die inhaltliche Verantwortung für NACHHALTIGKEIT KOMMUNAL obliegt dem ICLEI Europasekretariat und spiegelt nicht unbedingt die Meinung der Partner bzw. erwähnter Institutionen wieder.

Falls Sie Kommentare/Fragen haben oder weitere Informationen haben möchten, schicken Sie eine E-mail an: nachhaltigkeitkommunal@iclei.org.

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