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Nachhaltigkeit kommunal

Nr. 7 |
Mai 2013

Willkommen zur 7. Ausgabe von NACHHALTIGKEIT KOMMUNAL!

Nachhaltigkeit nimmt immer mehr Fahrt auf. Aus unterschiedlichsten Blickwinkeln wird sich dem Thema genähert und immer mehr Akteure schließen sich der Idee an. Dieser Newsletter bietet einen kleinen Überblick über unterschiedliche Veranstaltungen, Weiterbildungsmöglichkeiten und Mitmachoptionen rund um das Thema Nachhaltigkeit.

                       Wir wünschen Ihnen einen schönen Sommeranfang und viel Spaß beim Lesen!

Inhalt

1 NEUIGKEITEN

2 VERANSTALTUNGEN

3 WETTBEWERBE

4 NACHHALTIGKEIT SELBST GESTALTEN

1 I NEUIGKEITEN

Rio+20: Die Luft ist raus – Experten diskutieren über die Zukunft kommunaler Nachhaltigkeitsprozesse

Im Auftrag des Umweltbundesamts organisierte ICLEI zwei eintägige interaktive Veranstaltungen in Berlin, die das Ziel hatten, die wichtigsten Nachhaltigkeitsthemen für die kommenden Jahre in Deutschland herauszuarbeiten und Handlungsoptionen für Kommunen aufzuzeigen und zusammenzustellen.

Zur ersten Veranstaltung im Februar trafen sich renommierte Nachhaltigkeitsexperten aus ganz Deutschland in Berlin, diskutierten die Ergebnisse der Rio+20 Konferenz und untersuchten, was diese für die lokale Ebene in Deutschland bedeuten. In einem weiteren Schritt wurden strategische Empfehlungen für Kommunen entwickelt, die die Richtung, in die sich die deutsche Politik bewegen sollte, skizzieren.

Die Ergebnisse wurden auf einer zweiten Veranstaltung im Mai einer Gruppe ausgewählter Kommunen vorgestellt und dahingehend geprüft, ob sie auf lokaler Ebene umzusetzen sind. Intensive Diskussionen und ein reger Austausch unter den Teilnehmenden reicherten die vorgestellten Ergebnisse an und mündeten in erste konkrete Handlungsempfehlungen für Kommunen.

ICLEI wird die Ergebnisse beider Veranstaltungen bearbeiten, weiterentwickeln und dann in einen Leitfaden gießen, der noch in diesem Jahr auf dem Netzwerk21 Kongress in Stuttgart vorgestellt werden wird. 

Genf im Zeichen europäischer Nachhaltigkeit

Die größte Konferenz zu nachhaltiger Entwicklung in Europa, der 7. Europäischen Konferenz nachhaltiger Städte und Gemeinden, die vom 17.-19 April in Genf stattfand, stand im Zeichen der Frage, wie ein Übergang zu mehr Nachhaltigkeit in Zeiten einer ökonomischen, ökologischen und sozialen Krise zu schaffen ist. Herausragende Redner gaben Anregungen, wie die derzeitige Krise überwunden und der Graben zwischen Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt geschlossen werden kann. Da die globalen Prozesse, die Welt auf einen nachhaltigen Entwicklungspfad zu führen, den an sie gestellten Erwartungen bisher nicht gerecht wurden, richten sich die Hoffnungen zunehmend auf lokale und regionale Akteure. Doch dabei stellt sich folgende Frage: Können Städte, die selbst sehr mit den Auswirkungen der Krise zu kämpfen haben, diesen Hoffnungen gerecht werden?

Wolfgang Teubner, Leiter des ICLEI Europasekretariats betonte:

Die Annahme, dass soziale und ökologische Bedenken erst einmal außen vor gelassen werden können, bis die Wirtschaftskrise überstanden ist, blendet die starke Abhängigkeit der Themen untereinander aus. Denn Investitionen in Nachhaltigkeit  können die lokale Wirtschaft durchaus stärken. Beispielsweise ergeben sich enorme ökonomische Vorteile durch clevere Investitionen in die Energieeffizienz von Gebäuden, besseres Wassermanagement und Klimaanpassungsmaßnahmen in Städten. Um jedoch einen Übergang zu mehr Nachhaltigkeit zu schaffen, müssen Städte ihre Ressourcen zunehmend vor Ort zu produzieren.  Die lokale Produktion beispielsweise von erneuerbarer Energie und Nahrungsmitteln wird nicht nur den Ökologischen Fußabdruck reduzieren, sondern auch einen Mehrwert für die lokale Wirtschaft schaffen.“

Neben diesen und anderen wichtigen Erkenntnissen und Diskussionen wurde in Genf die lange erwartete Plattform nachhaltiger europäischer Städte (European Sustainable Cities Platform) offiziell vorgestellt. Hier werden relevante Themen und Initiativen rund um städtische Nachhaltigkeit zusammengeführt und internationale Zusammenarbeit zu lokalen Lösungen forciert.

Neuer zukunftsweisender Studiengang: Strategisches Nachhaltigkeitsmanagement

Nachhaltigkeit gewinnt in der deutschen Gesellschaft in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung. Aus diesem Grund ist das Thema heute ein gefragter Faktor in Wirtschaft und Gesellschaft.

Ab dem Wintersemester 2013/14 können Fach- und zukünftige Führungskräfte aus Unternehmen, Städten, Gemeinden und Verbänden in einem neuen, karrierebegleitenden Masterstudiengang strategische Nachhaltigkeitskompetenzen an der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde (FH) erlangen und schärfen.
Die Studierenden werden befähigt, eine Umgestaltung ihrer Organisationen in Richtung nachhaltiger Entwicklung zu entwerfen und auf den Weg zu bringen, um unsere Gesellschaft insgesamt nachhaltiger zu gestalten. Der Studiengang ist anwendungs- und praxisorientiert und vermittelt den Studierenden die nötigen wichtigen Werkzeuge, diese Umgestaltung einleiten zu können. Um möglichst viele Akteure aus der Praxis erreichen zu können, findet das Studium karrierebegleitend in Teilzeit mit Blended Learning (Verbindung aus E-Learning und ca. drei Präsenzphasen pro Semester in Eberswalde bei Berlin) statt.
Weitere Informationen erhalten Sie hier.

2 I VERANSTALTUNGEN

Europatag auf der Bonn Resilient Cities Konferenz

Die Ergebnisse und Lernerfahrungen, die im Laufe des Projekts "Adaptation Strategies for European Cities" gesammelt wurden, werden am 3. Juni 2013 auf der Projektabschlusskonferenz auf dem Europatag am Ende der Bonn Resilient Cities Konferenz 2013 in Bonn vorgestellt. Die Veranstaltung wird gemeinsam von ICLEI und der Europäischen Umweltagentur in Zusammenarbeit mit der Generaldirektion für Klima der Europäischen Kommission (DG CLIMA) durchgeführt.

Lassen Sie sich diese einmalige Chance nicht entgehen und nehmen Sie an dieser interaktiven eintägigen Veranstaltung teil! Dort haben Sie die Möglichkeit, sich über Ihre Erfahrungen im Bereich der städtischen Anpassung an den Klimawandel auszutauschen, von anderen zu lernen und Lösungswege zu diskutieren. Die Teilnahme ist kostenlos, daher ist es ratsam, sich schnell einen Platz zu sichern.
 
Um weitere Informationen zu erhalten, klicken Sie bitte hier.

Städtischen Wandel verwirklichen: Informed Cities Forum & InContext Konferenz in Berlin

Vom 6. bis 7. Juni findet in Berlin eine Konferenz der etwas anderen Art statt: Zum ersten Mal kommen Kommunalvertreter, Wissenschaftler und zivilgesellschaftliche Akteure zusammen, die auf ihre jeweilige Weise am Wandel hin zu besseren Lebensräumen, stärkeren Gemeinschaften und widerstandsfähigen Gesellschaften arbeiten.

Als TeilnehmerIn haben Sie die einmalige Chance, sich über Ihren eigenen Beitrag zum Wandel in Ihrer direkten Umgebung Gedanken zu machen, Ihre Erfahrungen weiterzugeben und selbst viele neue Ideen für zukünftige Initiativen zu sammeln. In moderierten Gruppen und Diskussionsrunden können Sie sich mit Gleichgesinnten aus ganz Europa darüber austauschen, wie man Veränderung und Weiterentwicklung in der Gesellschaft anregen und herbeiführen kann. Viele spannende Redner aus Kommunalverwaltungen, zivilgesellschaftlichen Initiative und der Wissenschaft werden städtischen Wandel aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchten und wertvolle Erfahrungen aus erster Hand weitergeben.
Um einen praktischen Einblick in bereits bestehende lokale Initiativen zu erhalten, können Teilnehmende an einer von fünf Exkursionen teilnehmen und unterschiedliche inspirierende Initiativen Berlins hautnah erleben.
Weitere Informationen rund um die Konferenz erhalten Sie hier.

Konferenz des Referenzrahmens für nachhaltige europäische Städte – Auf dem Weg zu einem Europäischen Modell nachhaltiger Städte

Der Referenzrahmen für nachhaltige europäische Städte (Reference Framework for European Sustainable Cities (RFSC)) ist ein Online tookit, mit dem Städte Maßnahmen, Projekte und Strategien auf Nachhaltigkeitskriterien hin überprüfen können. Es ist eine gemeinsame Initiative der EU Mitgliedsstaaten, der Europäischen Kommission und Europäischer Kommunalverbände.

Das Online toolkit steht allen europäischen Kommunen in verschiedenen Sprachen kostenlos zur Verfügung und bietet konkrete Unterstützung dabei, Nachhaltigkeitsprinzipien in die lokale Politikgestaltung einzubinden. Gleichzeitig dient es als Kommunikationsplattform für Kommunen, die daran interessiert sind voneinander zu lernen und sich auszutauschen.
Am 9. Oktober haben Sie die Möglichkeit, auf der RFSC-Konferenz in Brüssel hochrangige Redner zu erleben und mehr über praktische Lösungen einer integrierten Stadtentwicklung zu erfahren. Es werden Kommunalvertreter aus ganz Europa erwartet, was eine einmalige Möglichkeit zum Austausch und zur Vernetzung bietet.
Die Anmeldung zur Konferenz ist ab Juni 2013 möglich. Die Veranstaltung ist kostenlos und Übersetzungen in verschiedene EU-Sprachen werden angeboten.  Mehr erfahren Sie auf der RFSC-Webseite: www.rfsc.eu oder senden Sie eine E-Mail an: events@rfsc.eu.

Diese Konferenz ist gleichzeitig Teil der 11. Europäischen Woche der Städte und Regionen „Europas Städte bereiten sich auf das Jahr 2020 vor“. Für weitere Informationen klicken Sie hier.

Familienurlaub mal anders: Green Academy in Freiburg „Think, Learn and Live Green“

Unter der Schirmherrschaft des Freiburger Oberbürgermeisters Dr. Dieter Salomon hat das Carl-Schurz-Haus / Deutsch-Amerikanisches Institut e.V. in Freiburg ein interaktives und ökologisches Familienferienprogramm in englischer Sprache ins Leben gerufen: The Green Academy - „Think, Learn & Live Green“.

Dieses Projekt ist neu und einmalig in ganz Deutschland. Ohne umweltbelastende Flüge ins Ausland können Eltern und Kinder in entspannter Atmosphäre nicht nur Englisch, sondern auch Wertvolles zur Nachhaltigkeit lernen und erleben. Engagierte und erfahrene Lehrkräfte, die alle ausschließlich Muttersprachler sind, freuen sich, mit den Teilnehmenden in die englische Sprache einzutauchen und die grüne Region von Freiburg im Schwarzwald zu entdecken. Freiburg als Green City und Gewinner des Nachhaltigkeitspreises 2012 ist der geeignete Standort für ein Programm für Mensch, Natur und Umwelt und bietet viele sogenannte Green HotSpots – Orte, an denen Nachhaltigkeit veranschaulicht und erlebbar gemacht wird.

Weitere Informationen rund um dieses alternative Urlaubs- und Lernangebot erhalten sie hier.

3 I WETTBEWERBE

Deutscher Lokaler Nachhaltigkeitspreis Zeitzeiche(N)

Es ist wieder soweit: Zum 7ten Mal wird dieses Jahr der deutsche Lokale Nachhaltigkeitspreis Zeitzeiche(N) verliehen. Dabei  geht es besonders um Aktivitäten, die Brücken in unserer Gesellschaft bauen und zum nachhaltigen Handeln ermuntern, neue Anstöße bieten und zum Mitmachen anregen. In den Kategorien Initiativen, Unternehmen, Kommunen, Jugend und Internationale Partnerschaften wird beispielhaftes Engagement für eine lebenswerte Zukunft ausgezeichnet. Der Preis in diesen Kategoriendient der Anerkennung geleisteter Arbeit.

Bewerbungsschluss ist der 15. August 2013. Die Preisverleihung findet am 9. Oktober während des Netzwerk21 Kongresses in Stuttgart statt.

Hauptstadt des fairen Handels

In diesem Jahr geht der Wettbewerb um die Hauptstadt des Fairen Handels in die sechste Runde. Zur Beteiligung aufgerufen sind alle Städte und Gemeinden in Deutschland, die durch eigene Aktivitäten vor Ort die Thematik des Fairen Handel(n)s mit anderen Akteuren unterstützen.
Als Aktivitäten können sowohl einzelne Aktionen oder Projekte als auch kontinuierliche Maßnahmen und Strategien eingereicht werden. Mitmachen lohnt sich: Neben fünf Hauptpreisen im Gesamtwert von 100.000 Euro werden erstmals fünf Sonderpreise für herausragende Einzelprojekte, die mit je 1.000 Euro dotiert sind, vergeben. Außerdem werden alle Preisträger- und Bewerberkommunen zum gemeinsamen Erfahrungsaustausch eingeladen.
Bewerben Sie sich jetzt! Bewerbungsschluss ist der 15. Juli 2013.
Weitere Informationen erhalten Sie hier.

4 I NACHHALTIGKEIT SELBST GESTALTEN

NACHHALTIGKEIT KOMMUNAL ist ein Informations- und Beratungsprogramm für deutsche Kommunen. Egal ob Ihre Gemeinde schon seit Jahren in Sachen Nachhaltigkeit unterwegs ist oder erst neu einsteigt: Bei einer Erstberatung ermitteln wir gemeinsam mit Ihnen das Entwicklungspotenzial und den Handlungsbedarf vor Ort und begleiten Sie auf Wunsch weiter durch den Prozess. Vereinbaren Sie einfach einen Termin mit uns: nachhaltigkeitkommunal@iclei.org

Für Kommunen aus Rheinland-Pfalz wird dieses Angebot durch die Landesregierung finanziell unterstützt und ist daher kostenlos.  
Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Impressum

NACHHALTIGKEIT KOMMUNAL ist eine Initiative des ICLEI Europasekretariates, gefördert durch das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Weinbau und Forsten des Landes Rheinland-Pfalz, das deutsche Umweltbundesamt, das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, sowie das LIFE+ Programm der Europäischen Union.

Die inhaltliche Verantwortung für NACHHALTIGKEIT KOMMUNAL obliegt dem ICLEI Europasekretariat und spiegelt nicht unbedingt die Meinung der Partner bzw. erwähnter Institutionen wieder.

Falls Sie Kommentare/Fragen haben oder weitere Informationen haben möchten, schicken Sie eine E-mail an: nachhaltigkeitkommunal@iclei.org.

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