Email not displaying correctly? View it in your browser

Nachhaltigkeit kommunal

Nr. 4 |
Mai 2012

Willkommen zur 4. Ausgabe von NACHHALTIGKEIT KOMMUNAL!

Es bewegt sich was in Deutschland. Während viele gebannt nach Rio de Janeiro schauen, um den internationalen Debatten zu lauschen, tut sich hier vor Ort jede Menge. Dieser Newsletter zeigt Ihnen was sich im Land vor sich geht und was in diesem Jahr noch alles Spannendes ansteht.

                                                              Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen!

Inhalt

1 I  PARTIZIPATION IM GANZEN LAND

2 I  VERANSTALTUNGEN & AUSSCHREIBUNGEN

3 I  SELBST AKTIV WERDEN

1 I PARTIZIPATION IM GANZEN LAND

Erfahrungsaustausch in Mainz

Im Laufe der letzten Jahre haben sich in Rheinland-Pfalz viele Gemeinden und Städte im Bereich Nachhaltigkeit engagiert und konnten ganz unterschiedliche Erfahrungen sammeln. Am 26. April 2012 hatten nun  Kommunen, die im Projekt21 oder NACHHALTIGKEIT KOMMUNAL aktiv waren, die Möglichkeit sich unter der Schirmherrschaft des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten in Mainz über diese Erfahrungen auszutauschen. Während des Workshops haben die Vertreter der Gemeinden und Städte über ihre individuellen Erfahrungen mit dem Integrierten Management System (IMS) berichtet und über Erfolge, Wünsche und Herausforderungen in ihrer Nachhaltigkeitsarbeit gesprochen. Dieser Austausch war für alle beteiligten Akteure sehr hilfreich, da so sichergestellt werden konnte, dass die Gemeinden und Städte in den Bereichen Unterstützung erhalten, in denen sie es am dringensten benötigen.  

Horhausen macht sich auf den Weg

Horhausen liegt mit seinen 1900 EinwohnerInnen idyllisch im Westerwald und ist ein beliebter Wohnort für Pendler in die Städte Koblenz, Bonn und Montabaur. Um sich mit zukünftigen Herausforderungen rechtzeitig zu beschäftigen, möchte sich die aktive Ortsgemeinde unter der Führung von Bürgermeister Rolf Schmidt-Markoski Rat bei NACHHALTIGKEIT KOMMUNAL holen. In der Gemeinderatssitzung vom 19. März hat Pamela Mühlmann den Gemeinderat, Vertreter der Verbandsgemeinde und die interessierte Öffentlichkeit über Kooperationsmöglichkeiten in NACHHALTIGKEIT KOMMUNAL informiert. Nun wird in der Gemeinde intern darüber diskutiert, mit welchem Thema und in welcher Form eine Zusammenarbeit in der Praxis umgesetzt werden kann. 

Speyer bleibt dran

Die Stadt Speyer erarbeitet derzeit Ihre Nachhaltigkeitsstrategie. Als Teil der Bestandsaufnahme wurde in Arbeitsgruppen ein Set von 25 Schlüsselindikatoren zur Beurteilung der Nachhaltigkeit vor Ort erarbeitet. Dieses Indikatorenset wurde schließlich am 8. Mai 2012 der interessierten Fachöffentlichkeit vorgestellt.

Die TeilnehmerInnen dieser Veranstaltung waren aufgefordert diese Indikatoren zu kommentieren. Dafür wurden die Indikatoren auf Postern dargestellt und die Beteiligten konnten Ihr Feedback mit Zetteln auf den Postern hinterlassen. In dieser ungezwungenen Atmosphäre haben sich dann interessante Diskussion und Gespräche zwischen den Beteiligten ergeben. In einem nächsten Schritt wird nun das Indikatorenset auf Grund der Kommentare überarbeitet und danach mit den politischen Vertretern im Stadtrat abgestimmt.

Nordhausen aktiv im Klimaschutz

Unter der Leitung von Gabriela Sennecke wird in Nordhausen auf vorbildliche Weise an einem integrierten Klimakonzept gearbeitet. Partner aus Wissenschaft und Praxis arbeiten dabei Hand in Hand und diskutieren gemeinsam mit der interessierten Fachöffentlichkeit das Für und Wider bestimmter Maßnahmen und Ziele. Klimaschutz wird in Nordhausen als Chance für eine ganzheitliche Entwicklung verstanden um beispielsweise den negativen Auswirkungen des Strukturwandels zu begegnen bzw. eine Trendwende hin zu verstärkter regionaler Wertschöpfung zu unterstützen. Das Klimaschutzkonzept Nordhausen möchte dafür eine Basis schaffen, auf der sich neue und innovative Maßnahmen in den nächsten Jahren umsetzen lassen. Gefördert wird dieses Projekt durch die "Deutsche Klimaschutzinitiative" des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, welche Konzepte für Modellregionen und Modellprojekte zur Steigerung der Energieeffizienz, der Gewinnung erneuerbarer Energien und einer Reduktion von Treibhausgasen in transdisziplinärer Weise unterstützt.

 

2 I VERANSTALTUNGEN & AUSSCHREIBRUNGEN

Stakeholder-Dialog in Aalborg, Burgas und Ancona

Wie funktioniert Anpassung an den Klimawandel konkret? Wie geht es anderen Gemeinden, die sich an neue Klimabedingungen anpassen wollen oder müssen? Gibt es Lösungen für die Probleme in meiner Gemeinde oder Stadt?

Das alles und noch viel mehr können Sie auf dem ersten Stakeholder-Dialog am 6. Juni in Aalborg, Dänemark herausfinden. Der Dialog wird als einer von drei Dialogveranstaltungen im Rahmen des Projekts EU Cities Adapt organisiert. Die anderen beiden Veranstaltungen finden am 23. Juni in Burgas, Bulgarien und am 11. Juli in Ancona, Italien statt. Die Dialoge bieten Städten in Europa ein Forum sich über Anpassung an den Klimawandel auszutauschen, Herausforderungen in diesem Bereich zu diskutieren wie auch Lösungen vorzustellen. Städte sollten aber nicht ausschließlich durch ihre Verwaltungen oder Politiker repräsentiert werden, sondern durch eine Delegation verschiedener relevanter Entscheidungsträger ihrer Stadt. Dazu gehören Vertreter von Unternehmen, Bürgerverbänden, den Stadtwerken usw.
Die Dialoge selbst sind kostenlos und bieten Städten einen optimalen Einstieg in europäische Anpassungsarbeit. Unter allen Dialogteilnehmern werden 21  Städte ausgewählt, die unterstützt durch EU Cities Adapt an Ihrer Anpassungsstrategie weiterarbeiten werden. Konkret bedeutet das, dass sie weitere Unterstützung in Form von Trainings und Beratung bekommen und von anderen Städten, aber auch Anpassungsexperten unterstützt werden.

Weitere Informationen zu den Dialogveranstaltungen und dem Projekt EU Cities Adapt erhalten Sie hier: eucities-adapt.eu/cms/.

Auszeichnung Zeitzeiche(N)

Zum sechsten Mal verleiht der Netzwerk21Kongress den Deutschen Lokalen Nachhaltigkeitspreis Zeitzeiche(N) und rückt so beispielhaftes Engagement für eine lebenswerte Zukunft ins öffentliche Bewusstsein. Vorbildliche Initiativen, die die Zeichen der Zeit erkannt haben, werden durch die Preisverleihung öffentlich anerkannt.
Der Deutsche lokale Nachhaltigkeitspreis zeichnet in den Kategorien Initiativen, Unternehmen, Kommunen, Jugend, Internationale Partnerschaften herausragende Aktivitäten für die Gestaltung einer zukunftsfähigen Kommune aus.
Darüber hinaus wird der Preis ‘Zeitzeiche(N) Ideen‘ vergeben, der in die Zukunft gerichtete Konzepte und Ideen ehrt. Der Wettbewerb dient dazu, Akteuren auf lokaler Ebene eine Starthilfe für die Umsetzung ihrer Projekte zu geben. Die Bewerbung erfolgt durch Eigenbewerbung oder auf Vorschlag Dritter. Das vorgegebene Formblatt sollte bis zum 19. August 2012 an das Konferenzbüro gesendet werden. Weitere Informationen wie auch die Bewerbungsformulare erhalten Sie hier: www.netzwerk21kongress.de/de/zeitzeichen.asp

Deutscher Nachhaltigkeitspreis

In diesem Jahr wird zum fünften Mal Deutschlands Auszeichnung für nachhaltiges Engagement vergeben. Hat der Preis in den vergangenen Jahren noch einen Fokus auf Unternehmen gelegt, werden dieses Jahr zum ersten Mal auch Gemeinden und Städte aus Deutschland geehrt, die im Rahmen ihrer wirtschaftlichen Möglichkeiten die Stadt- und Gemeindeentwicklung nachhaltig gestalten. Wenn Ihre Gemeindeverwaltung nachhaltige Politik zu ihren Handlungsgrundsätzen zählt oder einzelne Nachhaltigkeitsprojekte  zu Themen wie Klima und Ressourcen, Mobilität und Infrastruktur oder Wirtschaft und Arbeit durchführt, dann bewerben Sie sich jetzt. Weitere ausführliche Informationen zum deutschen Nachhaltigkeitspreis und dem Wettbewerb, erhalten Sie hier: www.nachhaltigkeitspreis.de/773-0-Staedte-und-Gemeinden.html

3 I SELBST AKTIV WERDEN!

Europäische Partnerschaft für Integriertes Nachhaltigkeitsmanagement

Bereits im vergangenen Jahr wurde die Europäische Partnerschaft für integriertes Nachhaltigkeitsmanagement gegründet. Sie hat es sich zum Ziel gesetzt das Integrierte Managementsystem (IMS) europaweit zu verbreiten und europäische Städte dabei zu unterstützen ihre Fähigkeiten im Nachhaltigkeitsbereich auszubauen. Konkret besteht die Europäische Partnerschaft aus vielen verschiedenen Organisationen in europäischen Ländern, welche Städte und Gemeinden in Ihrer Nachhaltigkeitsarbeit unterstützen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf dem zyklischen IMS für Nachhaltigkeit.

Sind Sie eine Organisation, die in diesem Bereich tätig ist und den internationalen Austausch sucht, dann melden Sie sich bei uns. Sollten Sie als Stadt Ihre Fähigkeiten im Bereich Nachhaltigkeit weiterausbauen wollen und möchten Sie mehr über die Aktivitäten anderer Städte erfahren, dann melden Sie sich bei uns.

Weitere Informationen über die Europäische Partnerschaft und die einzelnen Trainingsknoten erhalten Sie hier oder indem Sie direkt mit pamela.muehlmann@iclei.org Kontakt aufnehmen.

 

NACHHALTIGKEIT KOMMUNAL

Die Initiative NACHHALTIGKEIT KOMMUNAL richtet sich insbesondere an Städte und Gemeinden in Rheinland-Pfalz und will diese auf ihrem Weg zu mehr Nachhaltigkeit unterstützen. Sie können sich jederzeit unverbindlich und kostenlos Ihre Erstberatung holen und gemeinsam mit uns den Handlungsbedarf und das Entwicklungspotential in Ihrer Kommune abstecken. Vereinbaren Sie einfach einen Termin: nachhaltigkeitkommunal@iclei.org
Natürlich steht diese Beratungsoption auch Kommunen, die bereits in einem Nachhaltigkeitsprozess aktiv sind, zur Verfügung!
Weitere Informationen zur Methode erhalten Sie unter: www.nachhaltigkeit-kommunal.eu

Impressum

NACHHALTIGKEIT KOMMUNAL ist eine Initiative des ICLEI Europasekretariates, gefördert durch das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Weinbau und Forsten des Landes Rheinland-Pfalz, das deutsche Umweltbundesamt, das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, sowie das LIFE+ Programm der Europäischen Union.

Die inhaltliche Verantwortung für NACHHALTIGKEIT KOMMUNAL obliegt dem ICLEI Europasekretariat und spiegelt nicht unbedingt die Meinung der Partner bzw. erwähnter Institutionen wieder.

Falls Sie Kommentare/Fragen haben oder weitere Informationen haben möchten, schicken Sie eine E-mail an: nachhaltigkeitkommunal@iclei.org.

Copyright © 2012 ICLEI European Secretariat GmbH, Freiburg, Germany.

ICLEI Europe