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Nachhaltigkeit kommunal

Nr. 9 |
Dezember 2013

Willkommen zur 9. Ausgabe von NACHHALTIGKEIT KOMMUNAL!

2013 hatte in Sachen Nachhaltigkeit viel zu bieten. Zum Jahreswechsel stellen wir in diesem Newsletter die wichtigsten Veranstaltungen der vergangenen Monate vor, geben spannende Lesehinweise für ruhige Adventsstunden und Inspirationen, wie im kommenden Jahr weiter an lokaler Nachhaltigkeit  gearbeitet werden kann.

            Wir wünschen Ihnen eine erholsame Adventszeit und einen Guten Rutsch ins Neue Jahr!

Inhalt

1 NEUIGKEITEN

2 INSPIRATIONEN FÜR KOMMUNEN

3 LESENSWERT

1 I NEUIGKEITEN

Dialogveranstaltung – Nachhaltigkeit in Rheinland-Pfalz

Am 6. November trafen sich kommunale VertreterInnen aus Rheinland-Pfalz zu einem Erfahrungsaustausch auf Einladung des Ministeriums für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung.  Unter dem Titel „Den Wandel gestalten - Lokale Nachhaltigkeit in Rheinland-Pfalz“ wurde vor allem über die Zukunft der lokalen Nachhaltigkeitsarbeit diskutiert. Mit Michael Frein gibt es nun auch einen neuen Verantwortlichen im einladenden Ministerium, der für alle Belange der Nachhaltigkeit ein offenes Ohr hat.  So auch in dieser Veranstaltung, in der die zukünftige Ausrichtung  der Zusammenarbeit zwischen Landes- und Kommunalebene diskutiert wurde.

Darauf aufbauend wird es im nächsten Jahr verschiedene Initiativen und Veranstaltungen geben, über die wir Sie sowohl hier aus auch auf nachhaltigkeitkommunal.eu auf dem Laufenden halten werden.

RFSC Konferenz 2013 – europäisches Modell einer nachhaltigen Stadt

„Das RFSC Tool ist ein wichtiger Teil unserer Bemühungen Städte dazu zu befähigen Ihren Teil zu einem intelligenten, nachhaltigen und integrativen Europa beizutragen“, sagte Johannes Hahn, EU Kommissar für Regional- und Stadtentwicklung, anlässlich der RFSC-Konferenz 2013, zu der sich am 9. Oktober in Brüssel fast 200 Teilnehmende aus über 20 Ländern einfanden. Der Europäische Referenzrahmen für Nachhaltige Stadtentwicklung (RFSC) ist das aktuelle Tool der Europäischen Kommission, das unter www.rfsc.eu gratis von allen Kommunen verwendet werden kann.
Die Konferenz stellte zum einen die neuesten Entwicklungen der EU Stadt- und Regionalpolitik vor, berichtete von vielen erfolgreichen nationalen Ansätzen des integrierten Managements in Ländern wie Frankreich, Deutschland, Tschechien und den Niederlanden und zeigte welche Erfahrungen mit dem RFSC-Online Tool bereits vor Ort gesammelt werden konnten.
Die vielfältigen, zukunftsgewandten Konferenzbeiträge zeigen das große Potential von RFSC für Kommunen in ganz Europa deutlich, so Wolfgang Teubner, ICLEI Direktor und Vorsitzender der Konferenz. Doch dieses Potenzial könne nur dann ausgeschöpft werden, wenn  möglichst viele Städte dieses Tool aktiv nutzen und sich an dessen Verbesserung und Weiterentwicklung beteiligten.
Der Konferenzbericht und ein kurzes Video zeigen die Eindrücke der TeilnehmerInnen und geben die Aufbruchsstimmung der Konferenz interessant aufbereitet wieder.
Für kostenlose Einführungen und Trainingsworkhops zum RFSC können Sie sich mit einer E-Mail an info@rfsc.eu wenden.  

Europäischer Runder Tisch zur nachhaltigen Kommunalentwicklung

Der sogenannte European Roundtable for Local Sustainability versammelt in regelmäßigen Abständen Vertreter aus vielen Europäischen Ländern, um sich über die Nachhaltigkeitsarbeit für und mit Kommunen auszutauschen, neue Ideen zu sammeln, voneinander zu lernen und gemeinsame Projekte zu starten. Dieses Jahr fand der Runde Tisch im unmittelbaren Vorfeld des Netzwerk21 Kongresses in Stuttgart statt.
Mit Hilfe der Unterstützung des Umweltbundesamts fanden sich 15 VertreterInnen aus 10 europäischen Ländern in Stuttgart ein und berichteten über den derzeitigen Stand und nächste Schritte in der Nachhaltigkeitsarbeit in ihren jeweiligen Heimatländern. Spannende Präsentationen über die Ergebnisse der Rio+20 Konferenz, die Entwicklung der „Sustainable Development Goals“ sowie die Lobbyarbeit von Kommunen auf internationaler Ebene boten viel Stoff für Austausch und Diskussion.

Alle Präsentationen wie auch viele weiterführende Links rund um europäische Nachhaltigkeitsarbeit für Kommunen finden Sie hier.

2 I INSPIRATIONEN FÜR KOMMUNEN

Strategisches Nachhaltigkeitsmanagement“ – neuer Studiengang an der HNE Eberswalde

An der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde (FH) ist ein neuer, berufsbegleitender Studiengang entwickelt worden.
Dieser Studiengang vermittelt (künftigen) Führungskräften genau die Fähigkeiten, die für die Konzeption, das Anschieben und Umsetzen von Innovationsprozessen, Projekten und einer strategischen Neupositionierung in Richtung Nachhaltigkeit nötig sind. Im engen Austausch mit Experten aus der Praxis werden typische Nachhaltigkeitsprobleme von Unternehmen und Non-Profit-Organisationen bearbeitet und gelöst. Dazu gehören ein großes Nachhaltigkeitsprojekt, das die Studierenden über drei Semester hinweg in einer/ihrer Organisation umsetzen, und eine Masterarbeit zum Management von Nachhaltigkeitstransformationen in Unternehmen und Organisationen.
Der Studiengang ist berufsbegleitend und geht über vier Semester.  Er besteht aus drei Präsenzphasen pro Semester und Fernstudium in Form von E-Learning. Die Studiengebühren in Höhe von 11.000 € für das Studium sind gut angelegtes Geld für die Studierenden und für die Unternehmen/Non-Profit-Organisationen, wenn Sie in Richtung nachhaltiger Entwicklung etwas bewegen wollen.
Der Studiengang startet im März 2014. Die Anmeldung läuft noch bis zum 28.2.2014.
Weitere Informationen erhalten Sie unter: www.hnee.de/snm.

Stadtentwicklung mit Hilfe von JESSICA

Das europäische Programm JESSICA vergibt  europäische Unterstützung für nachhaltige Investitionen in Stadtgebiete und ist eine Initiative der Europäischen Kommission, die in Zusammenarbeit mit der Europäischen Investitionsbank (EIB) und der Entwicklungsbank des Europarats (CEB) entwickelt wurde.
JESSICA bietet Kommunen in Deutschland die Möglichkeit, viele für die Nachhaltigkeit vor Ort wichtige Maßnahmen zu attraktiven Konditionen umzusetzen. Von urbaner Infrastruktur, über die Sanierung brachliegender Flächen bis hin zur Verbesserung der Energieeffizienz, kann die Finanzierung durch JESSICA in Anspruch genommen werden.
Weitere Informationen rund um dieses Finanzierungsinstrument erhalten Sie hier.

4. Kongress Energieautonome Kommunen, 2. bis 4. April 2014 in Freiburg

Zum vierten Mal veranstaltet Enerchange und FESA e.V.  den Kongress „Energieautonome Kommunen“ in Freiburg. Wie gewohnt wird der Fokus des Kongresses auf praxisorientierten und anwendbaren Informationen zur Umsetzung der regionalen Energiewende liegen. Es werden mehr als 250 FachbesucherInnen erwartet.

Für den Kongress 2014 sind bislang folgende Themen vorgesehen:
•    Bürgerbeteiligung im Klimaschutz
•    Best-Practice-Beispiele von Kommunen und Regionen
•    Fördermittel und Finanzierungsmöglichkeiten für Kommunen
•    Energiewende im ländlichen Raum
•    Innovative Ansätze für die Energiewende
•    Stadtbezogen denken, quartiersbezogen handeln
•    Neue Energie für Gewerbegebiete
•    Hemmnisse für die Windenergienutzung im Süden
•    Perspektiven für die Energiepolitik und -versorgung in Deutschland
•    Exkursionen zu Energie-engagierten Kommunen und innovativen Energie-           Projekten

Wie in den vergangenen Jahren wird der Kongress von zahlreichen Institutionen unterstützt – Kooperationspartner ist unter anderem  ICLEI.  Weitere Informationen zum Kongress und den Teilnehmergebühren finden Sie unter www.energieautonome-kommunen.de.

Nutzen Sie den Frühbucherrabatt und melden Sie sich am besten noch heute an – hier geht es zur Anmeldung. Alle, die sich bis zum 19. Dezember anmelden, erhalten kostenlos das Buch von Matthias Willenbacher: "Mein unmoralisches Angebot an die Kanzlerin: Denn die Energiewende darf nicht scheitern", als Vorweihnachtsgeschenk dazu.

3 I LESENSWERT

InContext – Erfahrungen lokaler Veränderung

Das EU Forschungsprojekt InContext untersuchte die Voraussetzungen, die auf der lokalen Ebene nötig sind, um einen gesellschaftlichen Wandel hin zu einer umweltverträglichen, wirtschaftlich erfolgreichen und kulturell vielfältigen Zukunft zu realisieren. Die 3-jährige Forschungsarbeit in einem europäischen Projektkonsortium hat für Kommunen viele wichtige Ergebnisse entwickelt, die sie bei der Planung und Umsetzung kommunaler Prozesse unterstützen können.
Die Publikation „Einsichten für Einsteiger und Aktivisten“ fasst die wichtigsten Erkenntnisse, die während des InContext Projekts gewonnen wurden, kurz und knapp zusammen.
Das Kurzdossier „Raus aus dem Rathaus“ zeigt Kommunen neue Wege auf, lokale Initiativen einzubinden, die sich für mehr Nachhaltigkeit vor Ort einsetzen.

Viel Spaß beim Schmökern.

Projekt „Nachhaltige Kommunalverwaltungen in Deutschland“

Im Rahmen des transdisziplinären Projekts „Nachhaltige Kommunalverwaltungen in Deutschland“ wird seit dem 1. Juni 2012 an der Leuphana Universität Lüneburg ein integratives Nachhaltigkeitssteuerungskonzept für Kommunalverwaltungen entwickelt. Dieser Ansatz wird in einem gemeinsamen Entwicklungsprozess mit den Partnerkommunen Freiburg im Breisgau und der Hansestadt Lüneburg sowie in Zusammenarbeit mit dem Institut für den öffentlichen Sektor e.V. entworfen und exemplarisch erprobt. Anhand von zwei Schwerpunktthemen wird der Steuerungsansatz konkretisiert: Die Stadt Freiburg geht der Fragestellung nach, wie sich das neue doppische Haushaltswesen mit Nachhaltigkeitsindikatoren verknüpfen und zu einem strategischen Gesamtkonzept weiterentwickeln lässt. Die Stadt Lüneburg nähert sich diesem integrativen Konzept mit Hilfe des thematischen Schwerpunkts eines gesamtstädtischen Energiemanagements.
Trotz dieser unterschiedlichen Ansätze sollen die Erfahrungen am Ende des Projekts in gemeinsamen und verallgemeinerbaren Erkenntnissen münden. Die Ergebnisse sowohl des Konzepts einer integrativen Nachhaltigkeitssteuerung als auch der Umsetzungsstrategie werden an andere interessierte Kommunen kommuniziert.

Nähere Informationen finden Sie unter www.nachhaltige-verwaltung.de.

Impressum

NACHHALTIGKEIT KOMMUNAL ist eine Initiative des ICLEI Europasekretariates, gefördert durch das Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung des Landes Rheinland-Pfalz.

Die inhaltliche Verantwortung für NACHHALTIGKEIT KOMMUNAL obliegt dem ICLEI Europasekretariat und spiegelt nicht unbedingt die Meinung des Partners bzw. erwähnter Institutionen wieder.

Falls Sie Kommentare/Fragen haben oder weitere Informationen haben möchten, schicken Sie eine E-mail an: nachhaltigkeitkommunal@iclei.org.

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