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Nachhaltigkeit kommunal

Nr. 15 |
Februar 2016

Willkommen zur 15. Ausgabe von NACHHALTIGKEIT KOMMUNAL!

Mit neuer Energie im neuen Jahr begrüßen wir Sie zur 15. Ausgabe des Nachhaltigkeit Kommunal Newsletters. Auch in diesem Jahr gibt es wieder interessante Informationen zum Thema lokale Nachhaltigkeit für Sie aufbereitet.

Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen!

Inhalt

1 VOR ORT IN RHEINLAND-PFALZ

2 NÜTZLICHES UND INTERESSANTES

3 KOMMUNALE NACHHALTIGKEIT IN DER WELT

1 I Vor Ort in Rheinland-Pfalz

Erstmals konkrete Nachhaltigkeitsziele für Rheinland-Pfalz

Anfang des Jahres hat der rheinland-pfälzische Ministerrat erstmals konkrete Nachhaltigkeitsziele für das Land Rheinland-Pfalz beschlossen. Die Nachhaltigkeitsziele sind Teil der Fortschreibung der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes, welche auf einen Beschluss des Landtages aus dem Jahre 1999 zurückgeht.

Mit den neuen Nachhaltigkeitszielen sind die Schwerpunkte der Politik der Landesregierung mit Blick auf eine nachhaltige Entwicklung markiert. Wirtschaftsminiterin Eveline Lemke hob zudem die Vorteile der Nachhaltigkeitsziele für die Bürger hervor.

„Für die Bürgerinnen und Bürger im Land bedeuten diese Ziele: Nachhaltigkeitspolitik in Rheinland-Pfalz wird noch transparenter, die Arbeit der Landesregierung für eine nachhaltige Entwicklung wird an konkreten Zielen messbar: Für Wirtschaft und Zivilgesellschaft sowie für jeden und jede Einzelne werden die Ansatzpunkte klar erkennbar, um die Nachhaltigkeit im Lande voranzubringen“

Zu den Nachhaltigkeitszielen Rheinland-Pfalz gehört unter anderem, die Treibhausgasemissionen bis 2020 um 40 Prozent gegenüber 1990 zu mindern, die Ressourceneffizienz zu steigern und die Anbaufläche des ökologischen Landbaus auf 20 Prozent zu erhöhen.

Weitere Informationen zur Nachhaltigkeitsstrategie Rheinland-Pfalz finden Sie hier.

Koblenz: Pfandsystem für Stofftaschen

"Jeder kennt sie und hat sie bereits genutzt: die Plastiktüte. Es gibt sie in allen Formen und Farben aber die große Gemeinsamkeit ist, dass alle meistens nur einmal genutzt werden.  Somit symbolisiert kein anderes Produkt, besonders in Zeiten des Klimawandels sowie der voranschreitenden Ressourcenknappheit unsere moderne Wegwerfgesellschaft."

Diese Selbstbeschreibung ist der Ausgangspunkt für die Arbeit von juteSache, einem jungen Koblenzer Unternehmen, das ein Pfandsystem für Stofftaschen entwickelt hat um dieser Problematik entgegenzuwirken. Dabei geht die Idee von juteSache weiter als bisherige Systeme dieser Art.

  1. die Stofftaschen, die beim Pfandsystem von juteSache zum Einsatz kommen sind aus fair gehandelter Biobaumwolle.
  2. Kunden können die Stofftaschen bei teilnehmenden Händlern gegen ein Pfand erhalten und dort wieder zurückgeben.
  3. schmutzige Taschen werden in einem Sozialunternehmen gereinigt und wieder aufbereitet.
  4. Taschen welche nicht mehr für den Kreislauf geeignet sind, werden durch Upcycling zu neuen Produkten verarbeitet.

JuteSache testet sein System momentan in Zusammenarbeit mit zwei Händlern in Koblenz. Mehr Informationen finden Sie auf www.jutesache.org

2 I Nützliches und Interessantes

Netzwerk Bürgerbeteiligung: Sammlung kommunaler Leitlinien zur Bürgerbeteiligung

Bundesweit machen sich immer mehr Städte, Gemeinden und Kommunen auf den Weg, Qualitätskriterien für die konkrete Beteiligungspraxis vor Ort zu entwickeln. Das Netzwerk Bürgerbeteiligung hat vor diesem Hintergrund seine Sammlung von neuen und alten »Leitlinienkommunen« kontinuierlich erweitert und ergänzt.

Leitlinien bieten mit ihren gemeinsam zwischen BürgerInnen, Politik und Verwaltung vereinbarten Regeln und Selbstverpflichtungen einen verlässlichen Rahmen für die Umsetzung von Bürgerbeteiligungsprozessen. Sie tragen gleichzeitig zur Etablierung einer kommunalen Beteiligungskultur bei.

Die Übersicht des, von der Stiftung Mitarbeit initiierten, Netzwerks Bürgerbeteiligung stellt umfassend dar wie in verschiedenen Kommunen in Deutschland Bürgerbeteiligung vereinbart wurde. Die Zusammenstellung bietet somit interessante Vergleiche, Beispiele und Anhaltspunkte, wie Bürgerbeteiligung in der eigenen Kommune verabredet und verankert werden kann.

Die Sammlung kommunaler Leitlinien und Handlungsempfehlungen für die Bürgerbeteiligung finden Sie hier.

Pilotkommunen gesucht - Umsetzung einer integrierten Strategie zu Umweltgerechtigkeit

Das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) sucht Städte mit mehr als 50.000 Einwohner/innen, die Interesse haben, am Forschungs-Praxis-Projekt "Umsetzung einer integrierten Strategie zu  Umweltgerechtigkeit – Pilotprojekt in deutschen Kommunen" im Zeitraum März 2016 bis Juli 2017 als Pilotkommune mitzuwirken.

Ziel ist, Planungsvorhaben und Maßnahmen zur Vermeidung und zum Abbau der sozialräumlichen Konzentration von gesundheitlich relevanten Umweltbelastungen auf kommunaler Ebene zu erproben.

Interessierte Kommunen sollten nach Möglichkeit bereits konkrete Anknüpfungspunkte für eine Implementierung von Umweltgerechtigkeit in  Planungen, Projekte oder Maßnahmen benennen können.

Frist zur Interessenbekundung ist der 19. Februar 2016

Download des Aufrufs zur Interessenbekundung:
www.difu.de/sites/difu.de/files/aufruf_interessenbekundung.pdf

Detaillierte Informationen zur Projektbeteiligung der Pilotkommunen sowie zur Forschungsbegleitung durch das Difu:
www.difu.de/projekte/2015/umsetzung-einer-integrierten-strategie-zu.html

3 I Kommunale Nachhaltigkeit in der Welt

8th European Conference on Sustainable Cities & Towns

Vom 27. bis 29. April 2016 findet in Bilbao und auf mehrere Städte des Baskenlands (Spanien) verteilt die 8. European Conference on Sustainable Cities & Towns unter dem Motto ‘Transformative Action: the potential for Europe’ statt. Die ECSCT ist eine der zentralen und größten Konferenzen zum Thema kommunale Nachhaltigkeit in Europa und findet immer nur im Abstand von mehreren Jahren statt.

Thematischer Rahmen der diesjährigen Konferenz sind einerseits globale Entwicklungen, wie die Klimakonferenz in Paris und die Verabschiedung der Globalen Ziele der UN und andererseits Herausforderungen für Städte und Gemeinden auf lokaler Ebene. Die Konferenz bietet Städten in Europa eine einzigartige Möglichkeit sich zu vernetzten, auszutauschen und sich über die neusten Trends im Bereich nachhaltiger Stadtentwicklung zu informieren.

Organisiert wird die Veranstaltung von ICLEI - Local Governments for Sustainability, der baskischen Landesregierung, der Provinz Bizkaia, der Stadt Bilbao und mit Unterstützung von Udalsarea 21 – dem baskischen Städtenetzwerk für Nachhaltigkeit.

Impressum

NACHHALTIGKEIT KOMMUNAL ist eine Initiative des ICLEI Europasekretariates, gefördert durch das Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung des Landes Rheinland-Pfalz.

Die inhaltliche Verantwortung für NACHHALTIGKEIT KOMMUNAL obliegt dem ICLEI Europasekretariat und spiegelt nicht unbedingt die Meinung des Partners bzw. erwähnter Institutionen wieder.

Falls Sie Kommentare/Fragen haben oder weitere Informationen haben möchten, schicken Sie eine E-mail an: nachhaltigkeitkommunal@iclei.org.

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