Ljubljana ist Europäische Umwelthauptstadt 2016

Am 9. Februar 2016 übernahm die slowenische Hauptstadt Ljubljana offiziell den Titel Europäische Umwelthauptstadt von der englischen Stadt Bristol, Preisträgerin in 2015. Die Übergabe fand in einer offiziellen Zeremonie mit EU-Umweltkommissar Karmenu Vella statt.

Ljubljana wird als amtierende Umwelthaupstadt über die Dauer eines Jahres hinweg Botschafterin lokaler Nachhaltigkeit in Europa sein. Die Erfolge und Erfahrungen Ljubljanas in diesem Bereich werden Grundlage vieler Veranstaltungen und Diskussionen in 2016 sein. Die slowenische Hauptstadt will jeden Monat in diesem Jahr einem anderen Umweltthema widmen.

Die Auszeichnung würdigt vorbildliche Stadtplanung bei Umweltstandards, nachhaltiger Wirtschaft und Verbesserung der Lebensqualität. Zu früheren Preisträgern gehörte im Jahr 2011 auch Hamburg.

Nationale Nachhaltigkeitsstrategie - Ergebnisse der Dialogveranstaltungen

Die nationale Nachhaltigkeitsstrategie "Perspektiven für Deutschland" wurde 2002 beschlossen und bestimmt seitdem den Kurs für eine nachhaltige Entwicklung in Deutschland. Ein 2010 beschlossenes Maßnahmenprogramm benennt Aufgaben und Ziele, mit deren Hilfe die Bundesregierung in ihrem eigenen Verantwortungsbereich die Nachhaltigkeitsziele erreichen will. Die Strategie und die einzelnen Maßnahmen werden fortlaufend weiterentwickelt.

2014 hatte die Bundesregierung entschieden, dass die nationale Nachhaltigkeitsstrategie den Rahmen für die Umsetzung der Post 2015-Agenda in Deutschland bilden soll. Die Bundesregierung bereitet daher die "Nachhaltigkeitsstrategie 2016" vor - und schreibt damit die bisherige Strategie fort.

Teil dieser Fortschreibung waren fünf Bürgerdialoge, die unter dem Titel: "Globale Ziele – nationale Verantwortung" zwischen Oktober 2015 und Februar 2016 stattfanden. Die erste Phase des Dialogs zur Fortschreibung der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie ist damit beendet. Die Ideen und Anregungen von über 1.200 Teilnehmerinnen und Teilnehmern fließen in den Entwurf des Fortschrittsbericht 2016 ein, der im Sommer erneut zur Diskussion gestellt wird.

Eine Zusammenstellung der Ergebnisse und Informationen dazu wie es mit der Fortschreibung der Nachhaltigkeitsstrategie weitergeht finden Sie hier.

Bundespreis REGIOkommune – jetzt bewerben!

Was machen Kommunen zur Stärkung der Regionalität? Was kann man tun, um der steigenden Nachfrage der Verbraucher nach regionalen Produkten einen Markt zu bieten, die Lebensqualität vor Ort zu steigern und regionale Wertschöpfungsketten zu stärken? Der Bundespreis REGIOkommune will Beispiele für den Nutzen und Mehrwert derartiger regionaler Vernetzungen sichtbar machen, um Geleistetes hervorzuheben, Anregungen zu geben und zur Nachahmung zu motivieren.

Der Bewerbungszeitrum läuft vom 1. Februar bis zum 15. Juni 2016. Weitere Informationen zum Bundespreis, zu den Bewertungskriterien und Teilnahmebedingungen stehen unter www.regiokommune.de. Hier finden Sie ein Online-Formular und weitere detaillierte Anleitungen zum Verfahren.

Auszeichnung „RegioStars 2016“ der Europäischen Kommission

Der 5.2.2016 ist der Auftakt zur Auszeichnung RegioStars 2016 der Generaldirektion Regionalpolitik und Stadtentwicklung der Europäischen Kommission.

Ziel von RegioStars ist die Ermittlung bewährter Verfahren in der regionalen Entwicklung und die Herausstellung origineller, innovativer Projekte, die als Inspiration für andere Regionen und Projektleiter dienen können.

Die Auszeichnung „RegioStars 2016“ wird in fünf Kategorien verliehen:

  1. Intelligentes Wachstum: Neue Chancen in der globalen Wirtschaft
  2. Nachhaltiges Wachstum: Kreislaufwirtschaft
  3. Integratives Wachstum: Integriertes Leben – Aufbau von integrativen, in sich verbundenen Gemeinden
  4. CityStar: Innovative Lösungen für eine nachhaltige Stadtentwicklung
  5. Effektive Verwaltung: Durch neue Verwaltungsverfahren Veränderungen bewirken

Den Gewinnern der jeweiligen Kategorie werden von der EU‑Kommissarin für Regionalpolitik Corina Creţu und dem Präsidenten der RegioStars-Jury ein Preis und ein Zertifikat übergeben. Außerdem wird für jeden Gewinner ein kurzes Video produziert, das online veröffentlicht und für eine Werbekampagne in sozialen Medien genutzt wird.

Bewerbungen können vom 15. Februar bis zum 15. April eingereicht werden.

Weitere Informationen zur RegioStars-Auszeichnung finden Sie hier.

Meinungsumfrage über die Lebensqualität in 79 europäischen Städten

Die Europäische Kommission hat heute die Ergebnisse der fünften Flash-Eurobarometer-Umfrage zur „Wahrnehmung der Lebensqualität in europäischen Städten" vorgelegt. Die Umfrage wurde in insgesamt 79 europäischen Städten in allen EU-Mitgliedstaaten sowie in Island, Norwegen, der Schweiz und der Türkei durchgeführt. Mehr als 40 000 Menschen wurden zu einer Reihe von städtischen Themen befragt.

Die Umfrage konzentriert sich ausschließlich auf die Lebensqualität und zeigt die Einstellungen der Bürger zu verschiedenen Aspekten städtischen Lebens, wie den Beschäftigungsmöglichkeiten, der Anwesenheit von Ausländern, den öffentlichen Verkehrsmitteln und der Umweltbelastung in ihren Städten.

Zu den wesentlichen Ergebnissen zählt, dass die Europäer nach dem Ergebnis der Studie insgesamt mit den Städten, in denen sie leben, sehr zufrieden sind: abgesehen von 6 Städten haben in allen Städten mindestens 80 % der Befragten gesagt, dass sie mit dem Leben in ihrer Stadt zufrieden sind. Bei einigen Ergebnissen ist ein positiver Trend im Vergleich zu den Vorjahren zu verzeichnen: so gibt es etwa in Budapest und Krakau im Vergleich zu 2012 20 % mehr Bürger, welche die öffentlichen Verkehrsmittel in ihren Städten positiv beurteilen. Die Umfrage offenbart auch diejenigen Bereiche, die der besonderen Aufmerksamkeit bedürfen, denn die meisten Bürger sind der Ansicht, dass die Gesundheitsleistungen, die Arbeitslosigkeit und die Bildung die wichtigsten Probleme in ihrer Stadt sind.

Die Ergebnisse der Umfrage finden Sie hier.

8th European Conference on Sustainable Cities & Towns

Vom 27. bis 29. April 2016 findet in Bilbao und auf mehrere Städte des Baskenlands (Spanien) verteilt die 8. European Conference on Sustainable Cities & Towns unter dem Motto ‘Transformative Action: the potential for Europe’ statt. Die ECSCT ist eine der zentralen und größten Konferenzen zum Thema kommunale Nachhaltigkeit in Europa und findet immer nur im Abstand von mehreren Jahren statt.

Thematischer Rahmen der diesjährigen Konferenz sind einerseits globale Entwicklungen, wie die Klimakonferenz in Paris und die Verabschiedung der Globalen Ziele der UN und andererseits Herausforderungen für Städte und Gemeinden auf lokaler Ebene. Die Konferenz bietet Städten in Europa eine einzigartige Möglichkeit sich zu vernetzten, auszutauschen und sich über die neusten Trends im Bereich nachhaltiger Stadtentwicklung zu informieren.

Organisiert wird die Veranstaltung von ICLEI - Local Governments for Sustainability, der baskischen Landesregierung, der Provinz Bizkaia, der Stadt Bilbao und mit Unterstützung von Udalsarea 21 – dem baskischen Städtenetzwerk für Nachhaltigkeit.

Pilotkommunen gesucht - Umsetzung einer integrierten Strategie zu Umweltgerechtigkeit

Das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) sucht Städte mit mehr als 50.000 Einwohner/innen, die Interesse haben, am Forschungs-Praxis-Projekt
"Umsetzung einer integrierten Strategie zu  Umweltgerechtigkeit – Pilotprojekt in deutschen Kommunen" im Zeitraum März 2016 bis Juli 2017 als Pilotkommune mitzuwirken.

Ziel ist, Planungsvorhaben und Maßnahmen zur Vermeidung und zum Abbau der sozialräumlichen Konzentration von gesundheitlich relevanten Umweltbelastungen auf kommunaler Ebene zu erproben.

Interessierte Kommunen sollten nach Möglichkeit bereits konkrete Anknüpfungspunkte für eine Implementierung von Umweltgerechtigkeit in  Planungen, Projekte oder Maßnahmen benennen können.

Frist zur Interessenbekundung ist der 19. Februar 2016

Download des Aufrufs zur Interessenbekundung:
http://www.difu.de/sites/difu.de/files/aufruf_interessenbekundung.pdf

Detaillierte Informationen zur Projektbeteiligung der Pilotkommunen sowie zur Forschungsbegleitung durch das Difu:
http://www.difu.de/projekte/2015/umsetzung-einer-integrierten-strategie-zu.html

Erstmals konkrete Nachhaltigkeitsziele für Rheinland-Pfalz

Anfang des Jahres hat der rheinland-pfälzische Ministerrat erstmals konkrete Nachhaltigkeitsziele für das Land Rheinland-Pfalz beschlossen. Die Nachhaltigkeitsziele sind Teil der Fortschreibung der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes, welche auf einen Beschluss des Landtages aus dem Jahre 1999 zurückgeht.

Mit den neuen Nachhaltigkeitszielen sind die Schwerpunkte der Politik der Landesregierung mit Blick auf eine nachhaltige Entwicklung markiert. Wirtschaftsminiterin Eveline Lemke hob zudem die Vorteile der Nachhaltigkeitsziele für die Bürger hervor.

„Für die Bürgerinnen und Bürger im Land bedeuten diese Ziele: Nachhaltigkeitspolitik in Rheinland-Pfalz wird noch transparenter, die Arbeit der Landesregierung für eine nachhaltige Entwicklung wird an konkreten Zielen messbar: Für Wirtschaft und Zivilgesellschaft sowie für jeden und jede Einzelne werden die Ansatzpunkte klar erkennbar, um die Nachhaltigkeit im Lande voranzubringen“

Zu den Nachhaltigkeitszielen Rheinland-Pfalz gehört unter anderem, die Treibhausgasemissionen bis 2020 um 40 Prozent gegenüber 1990 zu mindern, die Ressourceneffizienz zu steigern und die Anbaufläche des ökologischen Landbaus auf 20 Prozent zu erhöhen.

Weitere Informationen zur Nachhaltigkeitsstrategie Rheinland-Pfalz finden Sie hier.

Koblenz: Pfandsystem für Stofftaschen

"Jeder kennt sie und hat sie bereits genutzt: die Plastiktüte. Es gibt sie in allen Formen und Farben aber die große Gemeinsamkeit ist, dass alle meistens nur einmal genutzt werden.  Somit symbolisiert kein anderes Produkt, besonders in Zeiten des Klimawandels sowie der voranschreitenden Ressourcenknappheit unsere moderne Wegwerfgesellschaft."

Diese Selbstbeschreibung ist der Ausgangspunkt für die Arbeit von juteSache, einem jungen Koblenzer Unternehmen, das ein Pfandsystem für Stofftaschen entwickelt hat um dieser Problematik entgegenzuwirken. Dabei geht die Idee von juteSache weiter als bisherige Systeme dieser Art.

  1. die Stofftaschen, die beim Pfandsystem von juteSache zum Einsatz kommen sind aus fair gehandelter Biobaumwolle.
  2. Kunden können die Stofftaschen bei teilnehmenden Händlern gegen ein Pfand erhalten und dort wieder zurückgeben.
  3. schmutzige Taschen werden in einem Sozialunternehmen gereinigt und wieder aufbereitet.
  4. Taschen welche nicht mehr für den Kreislauf geeignet sind, werden durch Upcycling zu neuen Produkten verarbeitet.

JuteSache testet sein System momentan in Zusammenarbeit mit zwei Händlern in Koblenz. Mehr Informationen finden Sie auf www.jutesache.org

Netzwerk Bürgerbeteiligung: Sammlung kommunaler Leitlinien zur Bürgerbeteiligung

Bundesweit machen sich immer mehr Städte, Gemeinden und Kommunen auf den Weg, Qualitätskriterien für die konkrete Beteiligungspraxis vor Ort zu entwickeln. Das Netzwerk Bürgerbeteiligung hat vor diesem Hintergrund seine Sammlung von neuen und alten »Leitlinienkommunen« kontinuierlich erweitert und ergänzt.

Leitlinien bieten mit ihren gemeinsam zwischen BürgerInnen, Politik und Verwaltung vereinbarten Regeln und Selbstverpflichtungen einen verlässlichen Rahmen für die Umsetzung von Bürgerbeteiligungsprozessen. Sie tragen gleichzeitig zur Etablierung einer kommunalen Beteiligungskultur bei.

Die Übersicht des, von der Stiftung Mitarbeit initiierten, Netzwerks Bürgerbeteiligung stellt umfassend dar wie in verschiedenen Kommunen in Deutschland Bürgerbeteiligung vereinbart wurde. Die Zusammenstellung bietet somit interessante Vergleiche, Beispiele und Anhaltspunkte, wie Bürgerbeteiligung in der eigenen Kommune verabredet und verankert werden kann.

Die Sammlung kommunaler Leitlinien und Handlungsempfehlungen für die Bürgerbeteiligung finden Sie hier.

Förderung für kommunalen Klimaschutz verstärkt - Mehr Handlungsmöglichkeiten für Städte, Gemeinden und Landkreise

Die Förderung von Klimaschutzprojekten in Kommunen wird zum 1. Oktober deutlich verbessert. Für finanzschwache Kommunen sowie Kitas, Schulen, Jugendfreizeiteinrichtungen, Sportstätten und Schwimmhallen werden die Förderquoten erhöht. Neue Fördermöglichkeiten gibt es außerdem für nachhaltige Mobilität, Energiesparmodelle und LED-Beleuchtung.

Mit der neuen Kommunalrichtlinie des Bundesumweltministeriums (BMUB) wird die Förderung von Klimaschutzprojekten in Kommunen weiter verstärkt und deutlich ausgebaut. Sie bietet nun noch mehr Handlungsmöglichkeiten für Städte, Gemeinden und Landkreise.

Die wichtigsten Änderungen im Überblick:

  • Die Förderquoten für Investitionen in Klimaschutzprojekte finanzschwacher Kommunen werden erhöht.
  • Gefördert werden die Sanierung von Außen-, Straßenbeleuchtungs- und Lichtsignalanlagen durch LED-Beleuchtung zusätzlich zum Einbau hocheffizienter LEDs bei der Sanierung von Innen- und Hallenbeleuchtung. Weiterhin werden die Sanierung und der Austausch raumlufttechnischer Geräte bezuschusst.
  • Für Klimaschutzinvestitionen in Anlagen und Gebäuden von Kindertagesstätten, Schulen, Jugendfreizeiteinrichtungen, Sportstätten und Schwimmhallen wird ein neuer Förderschwerpunkt mit erhöhten Förderquoten eingeführt.
  • Die Förderung nachhaltiger Mobilität wird erweitert und erhöht. Hier profitiert insbesondere der Radverkehr.
  • Für Klimaschutzmaßnahmen bei stillgelegten Siedlungsabfalldeponien ist eine höhere maximale Zuwendung möglich.
  • Bei Energiesparmodellen gibt es ein neues Starterpaket. Hier werden Ausgaben für pädagogische Arbeit und geringinvestive Maßnahmen bezuschusst.

Die Neuerungen der Kommunalrichtlinie setzen auch Maßnahmen aus dem „Aktionsprogramm Klimaschutz 2020“ sowie niederschwellige Klimaschutzmaßnahmen aus dem Programm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ des Zukunftsinvestitionsprogramms der Bundesregierung um.

Anträge können ab sofort eingereicht werden

Anträge können ab sofort bis zum 31. März 2016 beim Projektträger Jülich (PtJ) eingereicht werden. Des Weiteren sind vom 1. Juli bis zum 30. September 2016 sowie in 2017 Zeiträume für die Antragstellung vorgesehen.

Die Förderung durch die Kommunalrichtlinie trifft auf große Nachfrage bei den Kommunen: Seit 2008 hat das BMUB im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) bereits über 8.000 Projekte in rund 3.000 Kommunen dabei unterstützt, Treibhausgasemissionen zu reduzieren.

Weitere Informationen:

Im Auftrag des BMUB steht das Service- und Kompetenzzentrum: Kommunaler Klimaschutz (SK:KK) den Kommunen mit einer Hotline unter der Rufnummer 030/39001-170 als Ansprechpartner zur Verfügung (www.klimaschutz.de/kommunen).

Quelle: http://www.klimaschutz.de/de/meldung/meldung-foerderung-fuer-kommunalen-klimaschutz-verstaerkt 

Workshop: Neue Impulse für den Wandel vor Ort – Nachhaltigkeitsprofile und Transition Management als neue Instrumente. Am 25.11.2015 in Ludwigshafen.

Viele Wege führen zu einer nachhaltigen Zukunft!

Vielleicht kennen Sie die gewohnten und wohlbekannten Pfade schon so gut, dass Sie gerne mal einen Abstecher in unbekanntes Territorium wagen möchten? Oder Sie haben den ersten Schritt noch gar nicht getan und möchten erst einmal verschiedene Wegbeschreibungen kennenlernen bevor es losgeht? Dann ist dieser Workshop das Richtige für Sie.

Anlass:
Neue Impulse für den Wandel vor Ort – Nachhaltigkeitsprofile und Transition Management als neue Instrumente.

Datum:
25. November 2015, 10:30 – 15:00 Uhr

Ort:
Initiative Lokale Agenda 21 Ludwigshafen e.V., Bismarckstr. 29, 67059 Ludwigshafen

Anmeldung:
Senden Sie bitte Ihre Anmeldung per E-Mail an nachhaltigkeitkommunal@iclei.org.

Inhalt:
In einem kompakten Format stellen wir Ihnen zwei neue Ansätze im Bereich Nachhaltigkeitsmanagement vor: Transition Management und Nachhaltigkeitsprofile. Transition Management ist eine Methode, die seit wenigen Jahren in den Niederlanden erprobt und entwickelt wird und auch schon in einigen europäischen Städten zur Anwendung kommt. ICLEI arbeitet eng mit Organisationen und Städten zusammen, die diesen Ansatz voranbringen. Das Konzept städtisches Nachhaltigkeitsprofil wird von ICLEI zurzeit in Berlin, im Auftrag der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, entwickelt. Es ist der Versuch Nachhaltigkeitsmanagement in der Stadt neu zu denken und lose Enden zusammenzuführen.

Neben den Ideen hinter den beiden Ansätzen, liegt ein großer Schwerpunkt des Workshops auf umsetzungsorientierten Beispielen aus der Praxis. Interaktive Elemente geben die Möglichkeit die neuen Informationen anzuwenden und auszuprobieren. Ein kleines Mittagessen lädt zum informellen Austausch mit anderen Teilnehmenden ein.

Veranstaltung: Globale Impulse für Rheinland-Pfalz – Was bedeuten die globalen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen für Akteure im Land? Am 18.11.2015 in Mainz.

Am 25. September 2015 hat die Vollversammlung der Vereinten Nationen in New York die 2030-Agenda für nachhaltige Entwicklung mit 17 universellen Zielen verabschiedet. Diese sollen nun auf alle Länder, also  Schwellen- und Entwicklungsländer sowie Industriestaaten, angewendet werden. Die globalen Nachhaltigkeitsziele decken vielfältige Herausforderungen ab wie Armutsbekämpfung, Stadtentwicklung, Bildung, Klimaschutz, Verfügbarkeit von Wasser und vieles mehr.

Was bedeuten diese Ziele für Rheinland-Pfalz? Wie können sie umgesetzt werden und welche Rolle kommt dabei den Kommunen und kommunalen Akteuren zu?

Das Europasekretariat des internationalen Städtenetzwerks ICLEI lädt Sie herzlich ein, sich über diese Fragen zu informieren und mit anderen darüber zu diskutieren, wie rheinland-pfälzische Kommunen zur Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele beitragen können.

Datum:
18. November 2015, 10:30 – 15:00 Uhr

Ort:
Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Albert-Schweitzer-Str. 113-115, 55128 Mainz

Programm:

10:30 Uhr    Begrüßung

10:45 Uhr    Globale Nachhaltigkeitsziele – Was ist das, was soll das, was kann das? (Wolfgang Obenland, Global Policy Forum, Bonn)

11.45 Uhr    Rückfragen und Diskussion

12.30 Uhr    Mittagspause

13:30 Uhr    Die globalen Nachhaltigkeitsziele in meiner Kommune – Anknüpfungspunkte und Projektideen (Arbeit in Kleingruppen)

14:30 Uhr    Zusammenfassung

15:00 Uhr    Ende der Veranstaltung

Bitte melden Sie sich zur Veranstaltung unter folgendem Link an: Anmeldung

Bei Rückfragen oder Anmerkungen zur Veranstaltung wenden Sie sich bitte an nachhaltigkeitkommunal@iclei.org.

Die Globalen Nachhaltigkeitsziele - 5 Fragen an Ministerin Eveline Lemke

Seit dem 25. September hat die Weltgemeinschaft globale Ziele für nachhaltige Entwicklung. Ist das ein positives Ergebnis?

Das ist ein Quantensprung. Nun wird deutlich, dass nicht nur die  Entwicklungsländer zum Handeln aufgefordert sind, sondern alle Länder dieser Erde. Das bezogen die alten Millenniumsziele nicht ein. Die Weltgemeinschaft stellt sich einer höchst anspruchsvollen Aufgabe, weil es ihr darum geht, dass wir morgen und übermorgen alle gut leben werden. Diese Herkulesaufgabe anzupacken ist absolut positiv und wichtig. Man kann die Bedeutung der Tatsache, dass sich alle Länder dieser Erde auf einen gemeinsamen Zielekatalog für eine nachhaltige Entwicklung geeinigt haben, gar nicht hoch genug einschätzen.

Krieg in der Ukraine und im Mittleren Osten, zerfallende Staaten in Afrika und Flüchtlingskrise in Europa – Wie können die neuen Ziele da Hoffnung machen?

People, Planet, Prosperity, Peace und Partnership – das sind die fünf Begriffe, die über den globalen Nachhaltigkeitszielen stehen. Frieden steht ganz oben auf der Agenda. Wenn die Weltgemeinschaft, und das heißt alle Länder, hier wirklich aktiv werden, dann bedeutet das Hoffnung für Millionen Menschen. Wohin es gehen kann und muss, wird klar beschrieben: Um ein Leben in Würde und in Gleichheit in einer gesunden Umwelt. Davon träumen die Flüchtlinge, die in ihrer Not zu uns kommen.
 
Deutschland teilt nun die gleichen 17 Ziele mit Schwellen- und Entwicklungsländern wie China, Äthiopien, oder Bolivien. Macht das Sinn?

Ja. Wichtig ist: Wir haben die gleichen Ziele. Aber klar ist auch: Wir kommen von unterschiedlichen Ausgangspositionen. Deshalb sind die Staaten auch aufgefordert, jeweils eigene Strategien zu entwickeln. Wenn die Entwicklungsländer die Bekämpfung von Armut und Hunger ganz oben auf ihre Prioritätenliste setzen, dann ist das nachvollziehbar. Für die Industrieländer wie Deutschland muss es darum gehen, die Treibhausgasemission zu mindern, die biologische Vielfalt zu schützen und den Ressourcenverbrauch zu senken. Wir müssen uns bewegen und mit nachhaltigen Lebensstilen dazu beitragen, die natürlichen Lebensgrundlagen auf der Erde zu schützen.
 
Rheinland-Pfalz überarbeitet momentan seine Nachhaltigkeitsstrategie. Wird das Land den Zielekatalog der Vereinten Nationen  jetzt übernehmen?

Auch Rheinland-Pfalz macht einen Sprung nach vorn: Wir haben für unser Land erstmals Nachhaltigkeitsziele definiert, etwa in den Bereichen Klimaschutz oder nachhaltiges Wirtschaften. Daran werden wir uns messen lassen. Wir brauchen keine Wischi-waschi-Nachhaltigkeit, wo sonntags gepredigt und werktags so weiter gemacht wie bisher. Unsere Ziele sind zudem verknüpft mit den nationalen Nachhaltigkeitszielen auf Bundesebene und den globalen Nachhaltigkeitszielen. Wir übernehmen sie aber nicht einfach, weil sich für uns andere Herausforderungen stellen als für  Entwicklungsländer. Mit unserer Nachhaltigkeitsstrategie gehen  wir die Herausforderungen für eine nachhaltige Entwicklung in  Rheinland-Pfalz an und wollen unserer Verantwortung für die globalen Krisen gerecht werden. Wir wollen die Probleme so lösen, dass die Voraussetzungen für ein gutes und sicheres Leben für alle auf lange Sicht bestehen bleiben.
 
Wo sehen Sie angesichts der neuen Ziele besondere Herausforderungen für die rheinland-pfälzischen Kommunen?

Globale Fragen erfordern lokale Antworten. Hinzu kommt: Wenn im Dezember in Paris ein neues Weltklimaabkommen beschlossen wird, dann wird die Umsetzung zu einem guten Stück vor Ort stattfinden. Vieles geschieht bereits. Immer mehr Städte und Gemeinden setzen sich zum Ziel, CO2-neutral zu werden. Sie legen Wert auf Erneuerbare Energien, investieren in eigene Stadtwerke, darüber hinaus nehmen sie den Arten- und Naturschutz ernst und unterstützen die Kreislaufwirtschaft. Die Kommunen gehören zu den wichtigsten Verbündeten einer nachhaltigen Entwicklung. Die neuen Nachhaltigkeitsziele appellieren noch dringlicher an die globale Verantwortung auch der Kommunen. Das betrifft zum Beispiel deren eigenen Umgang mit globalen Schutzgütern wie dem Klima und der biologischen Vielfalt. In einer Welt, die zunehmend zusammenwächst, ist diese Auseinandersetzung unausweichlich.

Eveline Lemke ist Ministerin für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung, sowie stellvertretende Ministerpräsidentin in Rheinland-Pfalz. In den Zuständigkeitsbereich ihres Ministeriums fällt, unter anderem, das Thema Nachhaltigkeit.

Die Globalen Nachhaltigkeitsziele - 5 Fragen an Wolfgang Teubner

Herr Teubner, als weltweites Städtenetzwerk arbeitet ICLEI schon seit vielen Jahren für die globale Nachhaltigkeit. Welche Chancen bieten die neuen Ziele für Nachhaltige Entwicklung?

Da die neuen Ziele im Gegensatz zu den bisher gültigen Milleniumsentwicklungszielen nicht nur für Schwellen- und Entwicklungsländer gelten, sondern universell, weisen sie darauf hin, dass es nicht nur um Veränderungen anderswo geht, sondern dass wir alle vor Ort in der Verantwortung für den Zustand dieser Welt stehen. Auch das Bewusstsein für die Zusammenhänge von Konsumverhalten und Ressourcenverbrauch in unseren Gesellschaften mit Umweltzerstörung und problematischen Lebensverhältnissen in anderen Teilen der Welt kann dadurch gestärkt werden. Dadurch, dass diese Ziele von allen UN Mitgliedsstaaten beschlossen werden, bieten sie auch ohne rechtliche Verbindlichkeit einen gemeinsamen Referenzrahmen für nachhaltige Entwicklung über Ländergrenzen und Regierungsebenen hinweg, der sich über die Zeit auch in reale Politik übersetzen sollte.

Nach langen Verhandlungen, an denen sich auch ICLEI beteiligt hat, findet sich unter den 17 Zielen auch das Ziel „Städte und Siedlungen inklusiv, sicher, widerstandsfähig und nachhaltig machen“, wie wichtig ist es, dass es dieses Ziel in den finalen Text geschafft hat?

Nun, zunächst bedeutet dies eine globale Anerkennung der Bedeutung von Städten als Handlungsebene in einer von Urbanisierung geprägten Welt.  Weil in vielen Ländern der Erde die kommunale Selbstverwaltung nicht so stark ausgeprägt ist, wie wir das in Deutschland und anderen europäischen Ländern kennen, kann es einen Ansatz bieten die kommunale Selbstverwaltung zu stärken und das „gute Regieren“ von Städten mit dem Ziel Nachhaltigkeit zu fördern.  Das Ziel ist natürlich sehr allgemein formuliert und muss auch als Querschnittsziel verstanden werden, dass die anderen Ziele aus kommunaler Perspektive  weitestgehend aufgreift um selbst verwirklicht zu werden. Damit werden auch die bisherigen Lokalen Agenda Prozesse in einen deutlich konkreteren Rahmen gestellt.

Die Vereinbarung, welche am 25. September in New York getroffen wurde, ist das Ergebnis langwieriger Verhandlungen und als solches ein Kompromiss. Was fehlt Ihrer Meinung nach?

Diese Vereinbarung ist ohne Zweifel ein großer Schritt nach vorn, auch wenn der Weg zu einer erfolgreichen Umsetzung noch weit ist.  Ich möchte daher auch nicht von Fehlen sprechen, obwohl man sich mehr als 20 Jahre nach der ersten Konferenz in Rio ambitionierter Ziele gewünscht hätte, oder klarere und verbindlichere Vorgaben für die Umsetzung und Berichterstattung. Da können aber auch die einzelnen Länder oder die EU wenn es denn konkret werden soll bei der Umsetzung noch nachbessern.  Hierbei können auch die Ergebnisse der Verhandlungen der Vertragsstaaten zur Umsetzung der Klimarahmenkonvention in Paris im Dezember einen Fingerzeig geben. Einigt man sich auf ambitionierte Ziele und ein höheres Maß an Verbindlichkeit, kann dies aufgrund der engen thematischen Verflechtung durchaus eine stärkere Dynamik bei der Umsetzung der nachhaltigen Entwicklungsziele auslösen. Allerdings ist im umgekehrten Fall ein negativer Effekt auch nicht auszuschließen.

Nach dem Erdgipfel 1992 in Rio hat ICLEI die Lokale Agenda 21 ausgerufen. Wie sollen nun die Ziele für Nachhaltige Entwicklung in den kommenden Jahren auf lokaler Ebene umgesetzt werden?

Bei den lokalen Agendaprozessen, die aus dem Erdgipfel von Rio hervorgingen lag der Schwerpunkt sehr stark auf strategischen Zielen und umfassenden Handlungsplänen, die oftmals noch außerhalb der verpflichtenden kommunalen Planungsaufgaben erstellt wurden.  Ich denke, dieses Mal sollte der Schwerpunkt auf dem Handeln liegen. Was wir brauchen, sind beispielhafte Projekte, die sich tatsächlich und umfänglich an den globalen Nachhaltigkeitszielen orientieren und die Ihre positiven Auswirkungen für eine nachhaltige Transformation unserer Gesellschaft auch nachweisen können.  Selbstverständlich braucht es hierfür auch strategische Entwicklungsziele auf der kommunalen Ebene, die sich an den nachhaltigen Entwicklungszielen orientieren und diese idealerweise für das jeweilige Umfeld konkretisieren.  Am besten wäre es, die nachhaltigen Entwicklungsziele würden den Orientierungsrahmen und Maßstab der gesamten kommunalen Planung und des Verwaltungshandelns bilden.

Seit Monaten sind die Medien voll mit Bildern der griechischen Staatsschuldenkrise und Flüchtlingen, die in die Europäische Union drängen. Wie passen da die Ziele für Nachhaltige Entwicklung ins Bild?


Auch wenn die gegenwärtigen Flüchtlingsströme überwiegend durch Krieg oder bewaffnete Konflikte ausgelöst werden, liegen dahinter auch Ursachen die z.B. mit den Folgen des globalen Klimawandels oder Ressourcenknappheit verknüpft sind. Das bedeutet, dass wir in der Bewältigung dieser Herausforderung hier und in den betroffenen Ländern unserer globalen Verantwortung gerecht werden müssen.  Die Griechenlandkrise ist auch Ausdruck der mangelnden Nachhaltigkeit unseres Wirtschaftens, sowohl in Griechenland selbst, als auch im internationalen Handels- und Finanzsystem. Die nachhaltigen Entwicklungsziele geben hier eine gewisse Orientierung, wohin der Weg gehen sollte, so z.B. fairere Handelsbedingungen, mehr Ressourcenschutz und mehr sozialer Ausgleich. Dies gilt jedoch auch für unsere Gesellschaft hier in Deutschland. Daher unterstützen wir die Entwicklung von regionalen Wertschöpfungsketten und Ansätze für eine zivile Ökonomie, als Komplementär zur globalisierten Wirtschaft.  Insbesondere bei den erneuerbaren Energien hat sich gezeigt, dass eine große Bereitschaft der Bürger vorhanden ist, sich wirtschaftlich zu engagieren, aber auch den gesellschaftlichen Wandel mitzugestalten, wie zuletzt die Entscheidung der Anteilseigner von PROKON zur Umwandlung in eine Genossenschaft bestätigt hat. Diese Mentalität beginnt sich auch in anderen Bereichen, wie unter anderem Nahrungsmittel und soziale Unternehmungen auszubreiten und das gesellschaftliche Potential dieser Entwicklung ist bei weitem noch nicht ausgeschöpft.

Wolfgang Teubner ist Geschäftsführer des Europasekretariats von ICLEI - Local Governments for Sustainability und Regionaldirektor für Europa.

Nachhaltige Entwicklungsziele - UN einigen sich auf Entwurf

17 grundlegende Ziele für eine nachhaltige Entwicklung auf unserem Planeten. Darauf einigten sich Vertreter und Vertreterinnen aus 193 Staaten am 2. August in New York. Anders als die vorhergegangenen Milleniumsentwicklungsziele haben die neuen "Sustainable Development Goals" allgemeine Gültigkeit. Sie formulieren also nicht nur Ziele für Entwicklungsländer, sondern auch für die westliche Welt.

Eines der Ziele hat eine ganz besondere Bedeutung für kommunale Nachhaltigkeit. Ziel 11 der Nachhaltigen Entwicklungsziele fordert "Städte und Siedlungen inklusiv, sicher, widerstandsfähig und nachhaltig machen". Die  Entwicklungsziele würdigen somit die wichtige Rolle von Städten und Gemeinden für eine weltweite nachhaltige Entwicklung bisher und formulieren gleichzeitig eine ambitionierte Aufgabe für Kommunen für die nächsten Jahre.

Der Katalog an Zielen wird aller Voraussicht nach im Rahmen der nächsten Generaldebatte der Vereinten Nationen Ende September verabschiedet und hat dann Gültigkeit.

Ehrenamt in Rheinland-Pfalz - 'Ich bin dabei!'

Unsere Ehrenamts-Initiative ‚Ich bin dabei!‘ hat eine Bewegung in Gang gesetzt, die sich immer noch weiter fortsetzt. Immer mehr Menschen engagieren sich in einer wachsenden Zahl von Projekten. Genau das hatten wir uns von der Initiative erhofft.“ Das unterstrich Ministerpräsidentin Malu Dreyer beim zweiten Landestreffen der Initiative im Juli, zu dem sie die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der mittlerweile zweiten Staffel in die Staatskanzlei eingeladen hatte.

In der zweiten Staffel engagieren sich 593 Menschen in insgesamt 59 Projekten. Beteiligt sind die Kommunen Andernach, Adenau, Bernkastel-Kues, Otterbach-Otterberg und Traben-Trarbach. In der ersten Staffel, die im vergangenen Herbst zu Ende ging, waren es noch 230 Menschen in 42 Gruppen.

Es seien viele praxisnahe Projekte entstanden, so die Ministerpräsidentin. In Andernach baue beispielsweise eine Gruppe einen Freundschaftskreis auf, der Menschen im Senegal mit Hilfe zur Selbsthilfe unterstützen will und somit einen Beitrag zur Entwicklungshilfe leistet. In Bernkastel-Kues werde ein Nachbarschafts-Notfallnetz aufgebaut, bei dem jetzt schon 32 Menschen aktiv sind und durch das die älteren Bürgerinnen und Bürger weiterhin in ihrer gewohnten Umgebung leben können. In Adenau entstehe durch eine Gruppe ein Öko-Traumpfad, mit dem man zeigen will, dass Ökologie Spaß machen kann und ökonomisch sinnvoll ist. In Otterbach-Otterberg habe sich eine Seniorenband gegründet, die ihre Freude an der Musik teilt. In Traben-Trarbach trete eine Gruppe an, um unter dem Motto „die blühende Stadt“ brachliegende Flächen zu verschönern, zu bepflanzen und neu zu gestalten. Für eine Übersicht über die Projekte der zweiten Runde klicken Sie hier.

Mittlerweile befindet sich die Innitiative 'Ich bin dabei!' in der dritten Runde. Mehr Informationen finden Sie auf der Webseite der Staatskanzlei.

ICLEI begrüßt den Aufruf Papst Franziskus zur globalen ökologischen Umkehr

In seinem neuen Lehrschreiben „Laudato Si“ verlangte das Oberhaupt der katholischen Kirche einen anderen Umgang mit unserem Planeten.

Die dringende Herausforderung, unser gemeinsames Haus zu schützen, schließt die Sorge ein, die gesamte Menschheitsfamilie in der Suche nach einer nachhaltigen und ganzheitlichen Entwicklung zu vereinen, denn wir wissen, dass sich die Dinge ändern können.“

ICLEI begrüßt diese umfassende Erklärung als wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu einer Einigung auf ambitionierte Klimaschutzziele dieses Jahr in Paris.
Den Text der Enzyklika finden Sie hier.

Ein Tag in der Stadt von Morgen

Die Zukunft der Städte wird u.a. durch die Megatrends Urbanisierung, Klimawandel, Globalisierung und demographischer Wandel bestimmt. Städte müssen ressourceneffizienter und umweltfreundlicher werden, um die Lebensqualität sowie die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Deshalb ist das Thema Smart City heute ein hoch aktuelles Thema.

Das Innovationszentrum für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel forscht innerhalb dieser Themen  und entwickelt und baut Prototypen, die unter Realbedingungen getestet werden. Neben Kenntnis von „best practice“-Beispielen von ausländischen Städten entwickelt das InnoZ Konzepte für eine smarte Mobilitätswelt, eine intelligente Energieversorgung und eine sinnvolle Anwendung von Informationstechnologie.

Im InnoZ kann das Thema der (mobilitätsbezogen) Smart City in 1 oder ½ Tagen, je nach Zeit, hautnah durch Vorträge, visuell durch Simulatoren und selber mit Probefahrten erlebt werden. Der Tag findet statt auf dem EUREF-Campus Gelände, dem Stadtquartier von morgen.

Weitere Informationen entnehmen Sie der Projektbroschüre.

Klimaschutzkampagne - Gutes Leben ist einfach

"Warum Bleifuß, wenn ich einen Knackarsch haben kann?", oder ""Tausche neuen Schrott gegen alte Werte". Mit diesen und weiteren provokanten Sprüchen lenkt eine neue Kampagne des Klima-Bündnis unsere Aufmerksamkeit auf den Zusammenhang von Lebensweise und Klimaschutz. Anlässlich des Europäischen Jahrs für Entwicklung lädt das Klima-Bündnis dazu ein über den Zusammenhang unseres Lebenswandels mit globalen Entwicklungszielen nachzudenken.

Zentrale Aussage der Kampagne ist, dass ein gutes Leben und Klimaschutz im Altag nicht im Gegensatz zu einander stehen müssen, sondern sich oft gegenseitig unterstützen. Das Gute Leben verbirgt sich eben nicht hinter materiellen Werten, sondern findet sich oft in den einfachen Dingen.

Die Plakatmotive stehen im Internet kostenfrei zum Download bereit. Kommunen können die Poster, Postkarten oder Swing Cards kostenlos für öffentliche Verkehrsmittel nutzen.

Weitere Infos finden Sie auf der Webseite der Kampagne overdeveloped.eu.

Rheinland-Pfalz - in den Kommunen wird Zukunft geschaffen

Städte und Gemeinden in Rheinland-Pfalz haben einen entscheidenden Anteil daran, dass Nachhaltigkeit als Thema wahrgenommen und mit Leben erfüllt wird. Beim Treffen von Aktiven aus den rheinland-pfälzischen Agenda-Gruppen und Kommunalverwaltungen im Mainzer Wirtschaftsministerium eröffnete sich ein vielfältiges Spektrum von Nachhaltigkeitsprojekten. Es reicht von den immer häufiger anzutreffenden Nachhaltigkeitsberichten bis zu Repaircafés, wo vielerorts Kleingeräte mit ehrenamtlicher Hilfe repariert werden. Die Teilnehmer der Veranstaltung stellten ihre zukünftigen Pläne und Projekte vor und diskutierten, was sie zur Umsetzung brauchen. So wird es zum Beispiel am 20. September in Wörrstadt einen ersten Ehrenamtstag geben und Trier denkt über ein „Zukunftsdiplom für Erwachsene“ nach. Für einige Städte ist es Ziel, „FairTradeTowns“ zu werden. „Ich habe viel Neues gehört und nehme die Ideen auch für unsere Gemeinde mit“, sagte eine Teilnehmerin.

Unter dem Motto „Rheinland-Pfalz entwickelt sich nachhaltig“ hatte das Wirtschaftsministerium zu Information und Austausch eingeladen. „Wir möchten Nachhaltigkeit in Rheinland-Pfalz noch stärker machen und Unterstützung geben“, sagte Wirtschaftsministerin Eveline Lemke. „Auf der globalen Bühne werden gerade die Nachhaltigkeitsziele diskutiert. Bei uns wird Nachhaltigkeit vor allem in den Kommunen konkret. Hier entstehen Modelle, wie wir übermorgen gut leben können, in einer Gesellschaft, die sich auch der Grenzen etwa beim Energie- und Ressourcenverbrauch bewusst ist. Wollen wir unsere eigenen Lebensgrundlagen erhalten, führt an Nachhaltigkeit kein Weg vorbei.“

Für 2015 und 2016 stehen für rheinland-pfälzische Kommunen insgesamt 80.000 Euro für Beratung zu Nachhaltigkeit durch das internationale Städtenetzwerk ICLEI zur Verfügung. Stefan Kuhn und Pamela Mühlmann, beide von ICLEI, informierten bei der Mainzer Veranstaltung über das Angebot der Organisation. Außerdem waren Wettbewerbe und Zertifizierungen für nachhaltige Kommunen Thema. Neben dem „European Green Capital“ und dem „Green Leafs Award“, wurden der „Zeitzeichen“-Preis oder der Deutsche Nachhaltigkeitspreis vorgestellt. Thema waren zudem die auch für Kommunen interessanten Förderprogramme der Europäischen Union „Horizont 2020“ und „Erasmus plus“, gefolgt von einem Überblick über die Europäischen Strukturfonds.

Silke Lunnebach vom Klima-Bündnis stellte den Nachhaltigkeitsbeauftragten eine Aktion anlässlich des Europäischen Jahrs für Entwicklung vor. Die europaweite Plakat-Kampagne „Gutes Leben ist einfach“ hilft zu zeigen, wie ein gutes und klimafreundliches Leben realisiert werden kann. Alle Kommunen sind eingeladen, Plakate, Postkarten oder Swing Cards für öffentliche Verkehrsmittel kostenlos zu nutzen.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Bürgerbeteiligung in gesellschaftlichen Konfliktfeldern: Chancen, Hindernisse, Widersprüche« vom 11. bis 13. September 2015

Bürgerbeteiligung zielt auf tragfähige, breit akzeptierte Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen. Handlungsleitend ist dabei die Suche nach einem Konsens oder Kompromiss. Doch der Weg dahin ist voraussetzungsvoll. Ob bei Vorhaben der Stadtteilsanierung, bei der Stromtrassenführung oder bei kommunalen Verkehrsprojekten: schnell können sich konflikthafte Situationen verschärfen, wenn unvereinbare Interessen aufeinander stoßen oder Missverständnisse und Machtungleichgewichte den Dialog belasten.

Das »Forum für Bürgerbeteiligung und kommunale Demokratie« diskutiert unter dem Titel »Bürgerbeteiligung in gesellschaftlichen Konfliktfeldern: Chancen, Hindernisse, Widersprüche« vom 11. bis 13. September 2015 in Loccum u.a. die folgenden Fragen:

Welche Rolle spielen Bürgerinitiativen und Protest in der kommunalen Bürgerbeteiligung? Mit welchen Konfliktlagen sind Kommunen bei der Energiewende konfrontiert? Wie gelingt es einer Kommune, im Krisenfall handlungsfähig und mit den Akteur/innen in einem konstruktiven Dialog zu bleiben? Wie blicken Wirtschaftsakteure auf Bürgerbeteiligung? Welche Rolle können Volkshochschulen in der kommunalen Bürgerbeteiligung übernehmen? Wie gelingt es, das emanzipatorische Potenzial von Aktivierung und Engagement für die Beteiligung zu heben?

Weitere Informationen zu den Inhalten der Veranstaltung und zur Anmeldung finden Sie unter: www.mitarbeit.de/forum2015.html

European Green Leaf 2016 - nachhaltige Städte und Gemeinden gesucht

Der europäische kommunale Umweltpreis European Green Leaf geht in die zweite Ausgabe. Nach einem erfolgreichen ersten Jahr, mit den Gewinnerstädten Mollet del Vallès und Torres Vedras, ist nun die Bewerbungsphase für 2016 eröffnet.

Das European Green Leaf richtet sich an Städte und Gemeinden mit einer Einwohnerzahl zwischen 20 000 und 100 000. Ausgezeichnet werden Kommunen, die erfolgreich nachhaltigen Wandel und Wachstum umsetzten.

Die Bewerbungsfrist ist am 19. Oktober 2015. Weitere Informationen zum Wettbewerb finden Sie hier.

Bewerben Sie sich und machen Sie Ihren Ort und Ihr Engagement für Nachhaltigkeit europaweit bekannt!

Mollet del Vallès und Torres Vedras sind die ersten Gewinner des europäischen Umweltpreises European Green Leaf

Die spanische Stadt Mollet del Vallès und die portugiesische Stadt Torres Vedras sind die Gewinner des neu geschaffenen European Green Leaf. Dieser neue Umweltpreis würdigt das Engagement von Städten und Gemeinden in Europa mit einer Einwohnerzahl zwischen 50 000 und 100 000.

Mollet del Vallès wurde ausgezeichnet für seine vorbildliche Verkehrsplanung, die fußgängerfreundlich ist, öffentlichen Nahverkehr fördert und mit breiter Beteiligung erstellt wird. Der Erfolg gibt der Stadt in der Nähe Barcelonas Recht, denn in den letzten 5 Jahren sind die Passagierzahlen im Busverkehr um 25% gestiegen.

Torres Vedras sticht neben ihrer Mobilitätstrategie vor allem durch ihre Bemühungen hervor den Verlust von Artenvielfalt zu reduzieren. Dazu wurden in den letzten Jahren viele Projekte unter Beteiligung der Bevölkerung gestartet, wie z.B. den ‚Atlantic Path – Western Natura Network‘.

Die Preisverleihung fand am 18. Juni in Bristol statt, der amtierenden Umwelthauptstadt Europas. Der Preis wurde verliehen durch EU Kommissar Karmenu Vella.

Essen ist Umwelthaupstadt Europas 2017

Nach dem Titel Kulturhauptstadt Europas, welchen Essen 2010 stellvertretend für das Ruhrgebiet hielt, darf sich die Stadt in Nordrhein-Westfalen nun auch Umwelthauptstadt Europas 2017 nennen.

Am 18. Juni nahm eine Delegation um den Essener Oberbürgermeister Reinhard Paß die Auszeichnung von EU Kommissar Karmenu Vella entgegen. In Ihrer Begründung würdigte die Jury Essens Bemühungen und Erfolge in den Bereichen Biodiversität und Wassermanagement. Die Zeremonie fand im englischen Bristol, der amtierenden Umwelthauptstadt, statt.

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der Stadt Essen.

Actors of Urban Change - Stadtentwicklung durch kulturelle Projekte

Seit 2013 fördert die Robert Bosch Stiftung mit Ihrem Programm Actors of Urban Change Projekte im kulturellen Bereich, die das Ziel einer nachhaltigen Stadtentwicklung verfolgen. Für die nächste Runde ist die Bewerbungsphase noch bis 13. September 2015 offen.

Bei Actors for Urban Change können sich fachübergreifende Teams von Kulturschaffenden, Verwaltungsmitarbeitern und Personen aus der freien Wirtschaft mit einer Projektidee bewerben. Die Idee muss innovativ sein, zur nachhaltigen Entwicklung der Stadt beitragen und die lokale Bevölkerung mit einbeziehen.

Die ausgewählten Teams aus ganz Europa bekommen während der  Projektlaufzeit von 18 Monaten intensive Unterstützung und Förderung durch bis zu 5000€ Fördermittel für das Projekt, bis zu 5000€ für Beratung und Unterstützung durch externe Experten, sowie Teilnahme an Seminaren und Workshops auf internationaler Ebene.

Mehr Informationen zum Programm und zu den Bewerbungskriterien finden Sie hier.

ASA-Kommunal unterstützt kommunale Partnerschaftsarbeit im entwicklungspolitischen Bereich - Bewerbungsschluss 10. Juli (copy 1)

ASA-Kommunal will kommunale Partnerschaftsarbeit im entwicklungspolitischen Bereich inhaltlich und personell unterstützen. ASA-Kommunal bietet jungen Menschen die Möglichkeit, für drei oder sechs Monate in einer Kommune an einem konkreten Projekt zu arbeiten. Kommunen erhalten dadurch eine personelle und inhaltliche Unterstützung für ihre entwicklungspolitische Projektarbeit. So ging es in den bisherigen Projekten beispielsweise um Abfallmanagement, Bürgerhaushalt, Recycling oder alternative Energiequellen. Die beteiligten Kommunen können mit ASA-Kommunal die Beziehungen zu ihren Partnern vertiefen, Unterstützung für ihre entwicklungspolitische Projektarbeit erhalten und junge Multiplikatorinnen und Multiplikatoren für kommunales Engagement für eine global nachhaltige Entwicklung gewinnen.

Bewerbungsschluss ist der 10. Juli 2015. Weiterführende Informationen sowie alle notwendigen Formulare in mehreren Sprachen finden Sie unter: http://www.asa-kommunal.de.

Neubürger beim Klimaschutz mitnehmen - neuer Leitfaden für Kommunen

Wie das Klimaschutzverhalten von Bürgerinnen und Bürgern am neuen Wohnort  nachhaltig in Schwung gebracht werden kann, zeigt der Leitfaden „Gelegenheiten nutzen! Neubürger beim Klimaschutz mitnehmen“. Sechs Verbraucherzentralen und das Öko-Institut haben im vom Bundesumweltministerium geförderten Projekt „Neustart fürs Klima“ zwei Jahre lang einen geballten Erfahrungsschatz an  bürgernaher Klimaschutzkommunikation in den Modellkommunen Alzey und Wörrstadt, Bonn, Dillingen an der Saar, Hamburg, Halle an der Saale und Kassel gesammelt. Auf 70 Seiten gewährt das Projekt nun interessierten Kommunen einen Einblick in die angewandten Konzepte und liefert zahlreiche praxistaugliche Ideen zum Nachahmen. 

Delta21 - Portal für nachhaltige Lebensführung im Rhein-Neckar-Delta

Delta21 - Portal für nachhaltiges Leben im Rhein-Neckar-Delta ist an den Start gegangen! Das Internetportal möchte aufzeigen, wie die Menschen in der Metropolregion Rhein-Neckar ihren Alltag und ihren Konsum umwelt- und sozial verträglicher gestalten können. Die Plattform ist ein Gemeinschaftsprojekt der ILA 21 Ludwigshafen e.V. mit Ökostadt Rhein-Neckar e.V., dem Eine-Welt-Zentrum in Heidelberg und dem Eine-Welt-Forum in Mannheim. Zielsetzung von delta21 ist zu informieren, Hintergründe zu liefern und ganz praktische Tipps zu geben. Das Portal beinhaltet momentan über 1000 Adressen für nachhaltigen Konsum. Weiterhin möchte delta21 das Engagement für Nachhaltigkeit in der Region fördern und das nachhaltige Leben im Rhein-Neckar-Dreieck stärken.

Auftaktveranstaltung für ein Integriertes Klimaschutzkonzept im Landkreis Mayen-Koblenz

Am 14. April 2015 fand die Auftaktveranstaltung zum Integrierten Klimaschutzkonzept für den Landkreis Mayen-Koblenz und seine Verbandsgemeinden und Städte statt. Mehr als 100 Personen nahmen an der Veranstaltung teil.

Landrat Dr. Saftig betonte die Bedeutung des Integrierten  Klimaschutzkonzeptes. Klimaschutz ist eine Querschnittsaufgabe in der Kreisverwaltung und muss alle Bereiche der Gesellschaft mit nehmen. Der Landkreis fängt jedoch nicht bei Null in Sachen Klimaschutz an. Viele Aktivitäten im Klimaschutz resultieren bereits aus der Arbeit der Integrierten Umweltberatung. Aber es gibt noch sehr viel zu tun!

An insgesamt 7 Stationen konnten die Teilnehmer der Veranstaltung ihre Ideen und Anregungen zum Integrierten Klimaschutzkonzept geben, sowie bereits bestehende Projekte vorstellen. Alle diese Punkte wurden dokumentiert und werden nach Möglichkeit im Konzept vertieft. Das integrierte Klimaschutzkonzept soll bis Anfang 2016 erarbeitet sein.

Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz.

ICLEI Weltkongress 2015 – Eindrücke aus Südkorea

Der ICLEI Weltkongress in Seoul (Südkorea) fand vom 8. bis 12. April statt und war das weltweit größte Forum in diesem Jahr um über die Weiterentwicklung kommunaler Nachhaltigkeit zu diskutieren. Über 2500 Teilnehmende aus über 75 Ländern trafen zusammen um sich über gemeinsame globale Herausforderungen auszutauschen und um die wichtige Rolle von Städten und Gemeinden dabei zu unterstreichen. Der Kongress war auch ein wichtiger Meilenstein in den Vorbereitungen auf die UN-Klimakonferenz im Dezember 2015 in Paris.

Für mehr Informationen und Eindrücke besuchen Sie die Konferenzseite.

Energiekonflikte nutzen - Wege, Strategien und Organisationsformen einer lokalen Energieversorgung am 23. und 24. April in Potsdam

Konflikte gehören zum Leben dazu. Das gilt im privaten ebenso wie im öffentlichen Bereich. Auch die Energiewende ist dabei keine Ausnahme. Während die Energiewende als gesamtgesellschaftliche Aufgabe durchweg hohe Zustimmungswerte erfährt kommt es auf der Umsetzungsebene, also vor Ort in den Städten und Gemeinden, häufig zu Interessenskonflikten wie z.B. Protest gegen Windkraftanlagen. Wie man mit solchen Konflikten produktiv und konstruktiv umgehen kann war Thema der Konferenz „Energiekonflikte nutzen - Wege, Strategien und Organisationsformen einer lokalen Energieversorgung“ am 23. und 24. April in Potsdam.

In Vorträgen, Workshops und einer Podiumsdiskussion wurden verschiedene Aspekte des Themas erörtert. Eine durchgängige Erkenntnis war, dass Energiekonflikte oft sehr vielschichtig sind und die Ursachen der Auseinandersetzung oft im Verborgenen liegen. Dass man sich Konflikten stellen muss war ebenso wiederkehrender Konsens wie die Tatsache, dass man immer auch an die Zeit nach dem Konflikt denken muss. Das kann bedeuten sich über die eigene zukünftige Rolle klarer zu werden, aber auch eine unterlegene Gegenseite später mit einzubeziehen.

Letztlich können Energiekonflikte aber auch nützlich sein, wenn es gelingt mit allen Beteiligten Gruppen und Personen Gemeinwohlziele zu definieren. Diese können dann in einer neuen Organisationsform wie z.B. einer Energiegenossenschaft verankert werden.

Weitere Informationen zu diesen Fragen finden Sie auf der Webseite des EnerLOG Projekts, in dessen Rahmen die Konferenz stattfand.

Wettbewerb: Hauptstadt des Fairen Handels 2015

Die von Bund, Ländern, Kommunen und Nichtregierungsorganisationen getragene Servicestelle Kommunen in der Einen Welt bei der Engagement Global gGmbH ruft zum siebten Mal auf, Aktivitäten und innovative Maßnahmen zur Stärkung des Fairen Handels einzureichen. Schirmherr ist der Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dr. Gerd Müller. Der Wettbewerb ist eingebettet in die Faire Woche 2015.

Aufgerufen sind alle Städte und Gemeinden in Deutschland, die durch eigene Aktivitäten vor Ort den Fairen Handel mit anderen Akteuren zusammen unterstützen. Als Aktivitäten können sowohl einzelne Aktionen oder Projekte, als auch kontinuierliche Maßnahmen, Leitbilder und Strategien eingereicht werden. Sie müssen jedoch bei Einsendeschluss abgeschlossen oder in Umsetzung sein.

Wer die kreativsten und pfiffigsten Projekte vorweisen kann, wird zur „Hauptstadt des Fairen Handels 2015” gekürt. Dazu wird der Gewinner-Kommune ein eigens entwickeltes Gütesiegel verliehen, das sie für ihre künftigen Marketingaktivitäten führen darf und bekommt einen interessanten Geldpreis überreicht. Eine unabhängige Jury bestimmt die Preisträger.

  • Einsendeschluss: 13. Juli 2015
  • Preisverleihung: 21. September 2015 in Rostock
  • Preisgelder: Insgesamt 100.000 Euro für fünf Preisträger; außerdem fünf Sonderpreise in Höhe von jeweils 1.000 Euro

Weitere Informationen zum Wettbewerb und zur Anmeldung finden Sie hier.

Kompass für bürgernahen Klimaschutz in Kommunen

Wie das Klimaschutzverhalten von Bürgerinnen und Bürgern am neuen Wohnort nachhaltig in Schwung gebracht werden kann, zeigt der Leitfaden „Gelegenheiten nutzen! Neubürger beim Klimaschutz mitnehmen“. Sechs Verbraucherzentralen und das Öko-Institut haben im vom Bundesumweltministerium geförderten Projekt „Neustart fürs Klima“ zwei Jahre lang einen geballten Erfahrungsschatz an bürgernaher Klimaschutzkommunikation in den Modellkommunen Alzey und Wörrstadt, Bonn, Dillingen an der Saar, Hamburg, Halle an der Saale und Kassel gesammelt. Auf 70 Seiten gewährt das Projekt nun interessierten Kommunen einen Einblick in die angewandten Konzepte und liefert zahlreiche praxistaugliche Ideen zum Nachahmen.

Den Leitfaden und weitere Materialien finden Sie unter:
www.neustart-klima.de/service

Energiekonflikte nutzen - bundesweite Konferenz am 23. und 24. April 2015 in Potsdam

Die bundesweite Energiewende ist beschlossene Sache. Doch wie diese vor Ort in den Städten und Gemeinden konkret gestaltet wird, steht bei weitem nicht fest und verläuft nicht immer reibungslos. An vielen Orten organisieren sich Bürgerinnen und Bürger aktiv gegen Elemente der Energiewende, wie z.B. den Ausbau von Windkraftanlagen. Wie man erfolgreich solche lokalen Energiekonflikte aufgreifen und überwinden kann, ist Thema dieser Konferenz am

23. und 24. April 2015 in Potsdam.

Die Teilnahme ist kostenfrei, jedoch ist die Anzahl der Plätze ist begrenzt.

Bei Rückfragen steht Ihnen gerne Frau Skowronek von der ZAB zur Verfügung.

Ein detailliertes Programm mit der Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

Anmeldeschluss ist der 13. April 2015

Deutsche Aktionstage Nachhaltigkeit 2015

Der Rat für Nachhaltige Entwicklung der Bundesregierung ruft vom 30.5. bis 5.6.2015 zu den Deutschen Aktionstagen Nachhaltigkeit 2015 auf.

Nachhaltigkeit beginnt beim eigenen Handeln. Viele Menschen machen es schon vor und engagieren sich mit unterschiedlichen Initiativen für eine nachhaltige Entwicklung. Das vielfältige Engagement möchte der Nachhaltigkeitsrat in den Aktionstagen öffentlich sichtbar machen und zum Mitmachen und Nachahmen anregen. Jeder kann sich beteiligen und im eigenen Umfeld etwas bewegen: Sowohl Privatpersonen, Vereine, Initiativen, Stiftungen, Bildungseinrichtungen, Kirchen, Unternehmen, Verbände als auch Kommunen, Behörden, Ämter und Ministerien.

Nachhaltigkeit beginnt beim eigenen Handeln. Viele Menschen machen es schon vor und engagieren sich mit unterschiedlichen Initiativen für eine nachhaltige Entwicklung. Das vielfältige Engagement möchte der Nachhaltigkeitsrat in den Aktionstagen öffentlich sichtbar machen und zum Mitmachen und Nachahmen anregen. Jeder kann sich beteiligen und im eigenen Umfeld etwas bewegen: Sowohl Privatpersonen, Vereine, Initiativen, Stiftungen, Bildungseinrichtungen, Kirchen, Unternehmen, Verbände als auch Kommunen, Behörden, Ämter und Ministerien.

Tragen Sie Ihre Aktion(en) auf http://www.aktionstage-nachhaltigkeit.de/ ein. Dort sind auch weitere Informationen rund um die Aktionstage Nachhaltigkeit zu finden. Beispiele für bisherige Aktionen gibt es hier: http://www.aktionstage-nachhaltigkeit.de/aktionen-2012-2014/

2015 findet zudem zum ersten Mal zeitgleich eine Europäische Nachhaltigkeitswoche statt. Alle internationalen Organisationen haben damit die Möglichkeit, sich auch im europäischen Ausland mit Aktionen zu beteiligen und diese einzutragen: www.esdw.eu

Ministerin Lemke: „Lokales Handeln ist entscheidend für Nachhaltigkeit“

 v.l.n.r. Hansjörg Eger (Oberbürgermeister Stadt Speyer), Stefan Kuhn (stellvertretender Regionaldirektor für Europa, ICLEI), Eveline Lemke (Ministerin für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung Rheinland-Pfalz), Bernd Schneider (Erster Beigeordneter der Verbandsgemeinde Südeifel), Christian Calonec-Rauchfuß (Stabsstelle Wirtschaftsförderung, Verbandsgemeinde Südeifel), Pamela Mühlmann (Koordinatorin für Governance und soziale Innovation, ICLEI)

Nachhaltig leben und wirtschaften – das funktioniert, wenn es dort verankert wird, wo die Menschen zuhause sind: in den Städten und Gemeinden. Das Wirtschaftsministerium bietet deshalb für Kommunen eine kostenfreie Beratung durch das internationale Städtenetzwerk ICLEI an. Ein neuer Flyer weist auf das Angebot des Landes hin.

Auf einer Pressekonferenz am 11. März in Mainz erklärte Wirtschaftsministerin Lemke „Die lokale Ebene ist entscheidend für eine nachhaltige und damit zukunftsgerechte Entwicklung. Hier wird der Alltag geprägt, hier können Bürgerinnen und Bürger am stärksten mitbestimmen“. „Kommunen, die Aspekte von Nachhaltigkeit, etwa in der Stadtplanung, bei Bürgerbeteiligung oder im Umgang mit endlichen Ressourcen, aufgreifen wollen, erhalten fachliche Begleitung. Langfristiges nachhaltiges Handeln muss in die Verwaltungsprozesse eingehen, um erfolgreich zu sein. Dafür braucht es Strukturen, die Innovationspotentiale vorantreiben und aus Ideen ganzheitliche Prozesse werden lassen.“

Wenn Sie sich zur Kommunen-Beratung anmelden möchten sprechen Sie uns einfach an. Ihre Ansprechpartner/innen: Dr. Pamela Mühlmann, Peter Ulrich, Telefon: 0761 36892-65, email: nachhaltigkeitkommunal@iclei.org

European Green Leaf - Europäischer Nachhaltigkeitswettbewerb für Städte zwischen 50 000 und 100 000 Einwohnern

Der Wettbewerb Umwelthauptstadt Europas gibt europäischen Städten mit mehr als 200000 Einwohnern seit 2008 die Möglichkeit Ihre Erfolge für die Nachhaltigkeit einem internationalen Publikum zu präsentieren. Viele der ausgezeichneten Städte haben den Wettbewerb genutzt, um Ihre Wahrnehmung als nachhaltige Stadt erfolgreich zu verankern und auszubauen. Seit diesem Jahr gibt es diese Möglichkeit nun auch für kleinere und mittelgroße Städte.

Das European Green Leaf ist ein Pilotprojekt, dass vorerst für ein Jahr, nachhaltigen Städten in Europa mit einer Einwohnerzahl zwischen 50000 und 100000 eine Bühne gibt.

Der Wettbewerb ist während der Pilotlaufzeit vorerst nur in englischer Sprache. Der Bewerbungsschluss ist am 31. März 2015. Weitere Informationen zur Teilnahme und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

Ankündigung Pressekonferenz am 11.03.2015 in Mainz - Wirtschaftsministerin Evelin Lemke stellt Nachhaltigkeit Kommunal vor

„Nachhaltigkeit kommunal“ bietet in Rheinland-Pfalz kostenfreie Beratung für Städte und Gemeinden durch das internationale Städtenetzwerk ICLEI – Local Governments for Sustainability (Kommunen für Nachhaltigkeit). Wirtschaftsministerin Eveline Lemke stellt jetzt mit Stefan Kuhn und Dr. Pamela Mühlmann von ICLEI die Ziele der neuen Förderperiode 2015/16 für rheinland-pfälzische Kommunen vor. Der Speyrer Oberbürgermeister Hansjörg Eger und Norbert Schneider, 1. Beigeordneter der Verbandsgemeinde Südeifel, berichten aus der Praxis des Beratungsangebots, das allen Kommunen im Land offen steht.

Termin:
Mittwoch, 11. März, um 13 Uhr

Ort:
Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie
und Landesplanung,
Rheinland-Pfalz-Saal (EC 236)
Stiftsstraße 9, 55116 Mainz

Ausschreibung zum ZeitzeicheN 2015 eröffnet

Zum neunten Mal verleiht der Netzwerk21Kongress den Deutschen Lokalen Nachhaltigkeitspreis ZeitzeicheN. Damit wird beispielhaftes Engagement für eine lebenswerte Zukunft ins öffentliche Bewusstsein gerückt. Vorbildliche Initiativen, die die Zeichen der Zeit erkannt haben, werden durch die Preisverleihung öffentlich anerkannt. Aktivitäten, die immer wieder neue Akteure zum Handeln ermuntern und neue Wege zur Kommunikation ihrer Projektideen begehen, erfahren Wertschätzung, erhalten neue Anstöße
und regen zum Mitmachen an.

Der Deutsche Lokale Nachhaltigkeitspreis zeichnet in den
Kategorien

  • Initiativen
  • Unternehmen
  • Kommunen
  • Jugend
  • Bildung für nachhaltige Entwicklung
  • Internationale Partnerschaften

herausragende Aktivitäten für die Gestaltung einer zukunftsfähigen Kommune aus. Der Preis ist insbesondere Anerkennung geleisteter Arbeit, die auch in Zukunft noch fortwirkt.

Die Einreichungsfrist endet am 10. 7. 2015

Bitte benutzen Sie für Ihre Bewerbung die Antragsformulare unter
www.netzwerk21kongress.de/zeitzeichen

Wettbewerb "Kommunaler Klimaschutz"

Klimaaktive Kommunen und Regionen können ihre erfolgreichen Projekte auch in diesem Jahr wieder auszeichnen lassen und damit ins Rampenlicht rücken. Das Bundesumweltministerium und das Deutsche Institut für Urbanistik rufen gemeinsam mit ihren Kooperationspartnern, dem Deutschen Städtetag, dem Deutschen Landkreistag und dem Deutschen Städte- und Gemeindebund, dazu auf, ab sofort Bewerbungen in folgenden drei Kategorien einzureichen:

Kategorie 1: Kommunaler Klimaschutz durch Kooperation
Vorbildlich realisierte Klimaschutzprojekte, die auf Beteiligungsprozessen beruhen und/oder Ergebnis einer erfolgreichen Kooperation mit verschiedenen Akteuren in der Kommune und/oder mit anderen Kommunen sind. Gefragt sind hier auch internationale Klimaschutzkooperationen und Partnerschaften zwischen Kommunen. Relevant sind insbesondere die Resultate der Zusammenarbeit, wie z.B. Beratungsangebote, Mobilitätsvorhaben oder Bauprojekte.

Kategorie 2: Kommunales Energie- und Klimaschutzmanagement
Herausragendes Engagement im kommunalen Energie- und Klimaschutzmanagement, z. B. durch Energiecontrolling, klimafreundliche Beschaffung, Sensibilisierung und Einbeziehung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, mit dem Ziel der Reduzierung des Energieverbrauchs.

Kategorie 3: Kommunaler Klimaschutz zum Mitmachen
Erfolgreich umgesetzte Aktionen zur Ansprache und Motivation von Bürgerinnen und Bürgern für die Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen und/oder Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels, z.B. kommunale Kampagnen oder spezifische Angebote.

Preisgelder in Höhe von insgesamt 225.000 Euro und eine intensive, begleitende Öffentlichkeitsarbeit warten auf die Teilnehmenden Kommunen.

Bewerbungsunterlagen, Wettbewerbsflyer sowie weitere Informationen stehen unter www.klimaschutz.de/wettbewerb2015 bereit.

Erfolgreich Fördermittel einwerben - Seminar der Stiftung Mitarbeit

Am Anfang der Suche nach einer geeigneten Projektfinanzierung steht die Formulierung eines Projektantrags. Das Seminar vermittelt das notwendige Hintergrundwissen, die Teilnehmer/innen erhalten praktische Tipps für einen erfolgversprechenden Antrag. Im Mittelpunkt des Seminars stehen folgende Themen:

  • Die Logik verstehen: Wie werden Fördermittel vergeben?
  • Förderoptionen recherchieren
  • Projektideen und Fördergrundsätze abgleichen
  • Effektives Schreiben von Fördermittel-Anträgen
  • Projekte in Förderanträgen überzeugend präsentieren

Die Teilnehmer/innen lernen die Techniken der Formulierung von Fördermittelanträgen und wenden sie in Übungen auf ihren Antrag an. Diskutiert werden die Erfahrungen bei Antragsstellungen. Für die Teilnehmer/innen besteht die Möglichkeit, eigene Förderanträge zum Seminar mitzubringen, die als praxisnahe Beispiele im Seminar genutzt werden.

Das Seminar wendet sich an freiwillig Engagierte und hauptamtlich Tätige in Vereinen, Initiativen und Projekten.

Termin:                    21. März 2015
Ort:                         Mainz
Ansprechperson:     Beate Moog


Weitere Informationen bietet auch der Flyer.

Neuer ICLEI Exekutivausschuss für Europa

ICLEI - Local Goverments for Sustainability ist ein weltweiter Verband von aktiven Städten und Gemeinden, die sich der nachhaltigen Entwicklung verpflichtet haben. Die richtungsweisenden politischen Entscheidungen dieses Netzwerks werden vom ICLEI Mitgiederrat getroffen, der sich aus Vertretern der regionalen Exekutivausschüssen zusammensetzt.

Alle 3 Jahre wählen die ICLEI Mitglieder einer Region Vertreter aus ihrer Mitte für ihren regionalen Exekutivausschuss. Diese Vertreter bilden das höchste politische Gremium ICLEIs in einer Region. Am 14. Dezember 2014 kam dieser weltweite demokratische Prozess zum Abschluss und die gewählten Repräsentanten für die nächsten Jahre stehen nun fest.

Die Vertreter des neu gewählten ICLEI Exekutivausschuss für Europa sind:

  • Mercé Rius i Serra - Beigeordnete für Umwelt, Provinz Barcelona, Spanien
  • Dieter Salomon - Oberbürgermeister, Freiburg im Breisgau, Deutschland
  • Pekka Sauri - Stellvertretender Bürgermeister, Helsinki, Finland
  • Pex Langenberg - Stellvertretender Bürgermeister, Rotterdam, Niederlande
  • Estella Marino - Stellvertretende Bürgermeisterin, Rom, Italien

Weitere 2 Jahre nachhaltige Kommunalberatung in Rheinland-Pfalz

Das Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung Rheinland-Pfalz führt sein intensives Engagement für kommunale Nachhaltigkeit fort. Auch in den nächsten zwei Jahren können rheinland-pfälzische Städte und Gemeinden kostenfrei auf ein Angebot zurückgreifen, welches sie auf ihrem Weg hin zu einer nachhaltigen Entwicklung unterstützt.

2014 wurden in einer öffentlichen Ausschreibung Angebote eingeholt, um die Beratung der Kommunen vor Ort für das Ministerium durchzuführen. Das ICLEI Europasekretariat hat mit seinem Angebot überzeugt. Wir bedanken uns für das Vertrauen, dass das Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung Rheinland-Pfalz in uns setzt und freuen uns auf zwei Jahre spannender Arbeit vor Ort.

Auch in den nächsten zwei Jahren können rheinland-pfälzische Städte und Gemeinden auf interessante Informationsangebote, interaktive Workshops und natürlich direkte Beratung durch ICLEI zurückgreifen.

Energiekonflikte nutzen - Wege, Strategien und Organisationsformen einer lokalen Energieversorgung

 

 

 

Das Leibniz-Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung, die ZukunftsAgentur Brandenburg und ICLEI – Local Governments for Sustainability laden Sie herzlich ein zur Konferenz:

Energiekonflikte nutzen

Wege, Strategien und Organisationsformen einer lokalen Energieversorgung

am 23. und 24. April 2015 in Potsdam

WAS?

Rahmen: Bundesweite Konferenz mit kostenfreier Teilnahme

Thema: Lösung von lokalen energiepolitischen Konflikten und Verwirklichung von Gemeinwohlzielen durch neue Organisationsformen im Energiebereich

Dauer: ein Nachmittag und ein Vormittag

Bietet: neuster Stand der Forschung, Möglichkeit zum ausgiebigen  Erfahrungsaustausch und Netzwerken

WER?

Vertreterinnen und Vertreter von Kommunalverwaltung und -politik, Energieversorgern und der Zivilgesellschaft.

Bitte merken Sie sich den Termin vor. Ein detailliertes Programm mit der Möglichkeit zur Anmeldung folgt Februar 2015.

Weitere Informationen finden Sie hier.






Dialogprojekt: Kommunale Nachhaltigkeit des Rates für Nachhaltige Entwicklung

Der Rat für Nachhaltige Entwicklung lädt 100 kommunale Akteure unter 30 Jahren ein, sich in einem Dialogprozess mit ihren Geschichten über die Umsetzung kommunaler Vorhaben zur Nachhaltigkeit auseinander zu setzen. Der Dialog wird die Teilnehmenden von den individuellen Erfahrungen aus zu Aussagen über die Wirkung nationaler Nachhaltigkeitspolitik auf die kommunale Ebene führen, gemeinsam werden Hemmnisse identifiziert und Handlungsimplikationen formuliert.

Das Dialogprojekt ist als mehrstufiges Verfahren angelegt. Vom 15. -17. April 2015 findet eine Dialogveranstaltung in Berlin statt. Zuvor ist die Teilnahme am Online Dialog erforderlich. Die Ergebnisse des Dialoges werden als eigenständiger Beitrag zur Fortschreibung der deutschen
Nachhaltigkeitsstrategie wirken und in weitere Projekte und Vorhaben des Rates einließen.

Eingeladen sind: Ehren- oder hauptamtliche Kommunalpolitiker/innen, Mitarbeiter/innen aus der kommunalen Wirtschaft , Mitarbeiter/innen aus der Kommunalverwaltung

Bewerben können Sie sich vom 15. Januar bis 15. Februar 2015 unter folgendem Link www.kommunaldialog.nachhaltigkeitsrat.de.

1. Freiburger Nachhaltigkeitsbericht führt Finanz- und Nachhaltigkeitsberichterstattung zusammen

Nachhaltiges Handeln verbindet ökologische, soziale und ökonomische Ziele. Diese Ziele auf der Grundlage einer generationengerechten Finanzpolitik voranzutreiben, ist eine gesamtstädtische Aufgabe. Mit der Stabsstelle Nachhaltigkeitsmanagement hat die Stadt Freiburg Strukturen geschaffen und Instrumente für ein Nachhaltigkeitsmonitoring entwickelt, um das städtische Handeln konsequent am Prinzip der Nachhaltigkeit auszurichten.

Nun legt die Stadt den 1. Freiburger Nachhaltigkeitsbericht vor. Der Bericht wird mit dem Entwurf des Doppelhaushalts 2015/16 eingebracht und nimmt Bezug zum Haushalt. Künftig kann somit dargestellt werden, welche städtischen Aktivitäten zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele beitragen, wie viele finanzielle Ressourcen eingesetzt werden und welche Handlungsoptionen bestehen, um eine nachhaltige Stadtentwicklung voranzubringen.

Oberbürgermeister Dieter Salomon: „Die Zusammenführung einer Finanz- und Nachhaltigkeitsberichterstattung hat Vorbildcharakter für das kommunale Handeln und ist bundesweit einmalig. Nachhaltigkeit ist weder nur Ökologie, oder Ökonomie, oder Soziales, sondern das Zusammenspiel von ökologischer Verantwortung, ökonomischem Wachstum und Lebensqualität in den Städten. Das wird mit dem Nachhaltigkeitsbericht jetzt auch abgebildet.“

Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis 2014 in den Kategorien "Städte und Gemeinden"

Am 28. November 2014 fand im Rahmen des Deutschen Nachhaltigkeitstages im MARITIM Hotel Düsseldorf die Preisverleihung des Deutschen Nachhaltigkeitspreis statt. Nach einem langen Auswahlverfahren und sorgfältiger Überlegung kürte die Jury folgende Preisträger in den Kategorien "Deutschlands nachhaltigste Städte und Gemeinden".

Deutschlands nachhaltigste Großstadt 2014:


Stadt Dortmund
Die Ruhrmetropole arbeitet kontinuierlich daran, sich von den industriellen Altlasten zu befreien. Mit zahlreichen Maßnahmen zeigt die Stadt, dass dieser Kraftakt gelingen kann und begreift Nachhaltigkeit als wirksame Strategie zur Unterstützung des Strukturwandels. Als beispielhaft gilt u.a. das Projekt PHOENIX. Hier geht Dortmund das Flächenrecycling der zahlreichen Industriebrachen mutig und erfolgreich an und übernimmt vor allem beim Thema Wasser im Ruhrgebiet eine Vorreiterrolle. Vorbildlich sind auch die umfangreichen Maßnahmen im Bereich Integration.

Deutschlands nachhaltigste Stadt mittlerer Größe 2014:

Stadt Ludwigsburg
Die Stadt in der Metropolregion Stuttgart überzeugt mit einem breit angelegten Nachhaltigkeitskonzept auf Basis einer konstruktiven Bürgerbeteiligung. Die Barockstadt setzt ein klares Zeichen mit dem Umbau ihrer Verwaltungsstruktur. Das Nachhaltigkeitsreferat meldet direkt an den Bürgermeister und verantwortet die Wirtschaftsförderung – mit nennenswertem wirtschaftlichem Erfolg und einer weit über dem Landesdurchschnitt liegenden Existenzgründerquote. Auch in Sachen Mobilität fährt Ludwigsburg voran und gilt als nationales Schaufenster für E-Mobilität.

Deutschlands nachhaltigste Kleinstadt 2014:

Gemeinde Furth
Die kleine bayrische Kommune hat ihre Entwicklungsstrategie konsequent am Nachhaltigkeitsgedanken ausgerichtet. Das Nachhaltigkeitskonzept umfasst 8 Handlungsfelder, aus denen Maßnahmen abgeleitet werden – besonders überzeugend ist deren Integration in der Verwaltung. Im Bereich Klimaschutz setzt die Gemeinde mit ihrem Konzept zu erneuerbaren Energien regionale Maßstäbe. Die Nachhaltigkeitsstrategie wird auf breiter Basis von den Bürgern getragen. Denn Furth hat es geschafft, eine Mitmachkultur zu etablieren und damit die Gemeinde nachhaltig in die Zukunft zu tragen.

Die Träger des Deutschen Nachhaltigkeitspreises übernehmen Verantwortung. Sie leisten entscheidende Beiträge zu einer nachhaltigen Entwicklung und sind Vorbild für Andere. Wir gratulieren allen Preisträgern und Nominierten und wünschen weiterhin erfolgreiche Arbeit für die Nachhaltigkeit.

Freiburg: Oberbürgermeister Dieter Salomon begrüßt neuen Nachhaltigkeitsrat

40 Vertreter aus Wissenschaft und Forschung, lokaler Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Politik bilden zusammen den neuen Nachhaltigkeitsrat der ICLEI Mitgliedsstadt Freiburg. Am 6. November begrüßte Oberbürgermeister Salomon die Mitglieder zu Ihrem ersten Treffen in der Universität Freiburg. Der Freiburger Nachhaltigkeitsrat arbeitet als beratende Einrichtung für den gewählten Stadtrat. In seiner neuen Zusammensetzung soll der Nachhaltigkeitsrat, welcher 2007 gegründet wurde, den Beitrag von entscheidenden Einrichtungen und Organisationen für die Umsetzung von Freiburg‘s 60 Nachhaltigkeitszielen sammeln. Gleichzeitig sollen die Mitglieder des Nachhaltigkeitsrats als Multiplikatoren für Ihr Umfeld fungieren. Zukünftige Projekte, bei denen der Nachhaltigkeitsrat die Stadt beraten wird sind, unter anderem die Eingliederung der Nachhaltigkeitsziele in den städtischen Haushalt und die Entwicklung eines neuen nachhaltigen Wohnquartiers für die wachsende Stadt.

Weitere Informationen finden Sie auf: www.freiburg.de/nachhaltigkeitsmanagement

Augsburg: Oberbürgermeister Kurt Gribl eröffnet Online-Dialog

Die ICLEI Mitgliedsstadt Augsburg hat einen Prozess zur Erstellung eines neuen Stadtentwicklungskonzepts gestartet. „Augsburg entwickeln!“ ist der Titel eines mehrjährigen Vorhabens der Stadt, um Stärken und Schwächen zu analysieren, Chancen und Risiken zu identifizieren um dadurch die Zukunft der Stadt zu definieren. Eine Besonderheit von Augsburg ist, dass das neue Stadtentwicklungskonzept auf einer Reihe von Nachhaltigkeitsleitlinien basieren soll, die aus einem lokalen Agenda 21 Prozess stammen, den die Stadt seit nunmehr 18 (!) Jahren betreibt. Diese „Zukunftsleitlinien“ werden momentan durch verschiedene lokale Akteure, wie den Stadtrat, Nichtregierungsorganisationen, Vertreter der lokalen Wirtschaft und der Zivilgesellschaft geprüft. Am 5. November eröffnete Oberbürgermeister Kurt Gribl, im Augsburger Rathaus vor 200 Gästen, eine Online Dialogplattform für die Überprüfung der Zukunftsleitlinien und der Beratung über das Stadtentwicklungskonzept.

Weitere Informationen finden Sie auf: www.augsburg-entwickeln.de

EU-Kommunal-Kompass - Orientierung bei EU Fördermöglichkeiten

Der EU-Kommunal-Kompass möchte umwelt- und nachhaltigkeitsbezogene Fördermöglichkeiten aus den europäischen Struktur- und Investitionsfonds nutzerfreundlich zugänglich machen. Die vom Umweltbundesamt (UBA) und dem Bundesumweltministerium geförderte Publikation ist auf kommunale Akteure in Deutschland zugeschnitten. Eine Datenbank mit regionalen EU-geförderten
Maßnahmen und Programmen ist derzeit noch im Aufbau.

E-Learning in der Fahrradakademie

Im Programmjahr 2013/14 hat die Fahrradakademie mit der Einführung von E-Learning zur Ergänzung ihrer bisherigen Fortbildungs- und Vernetzungsangeboten begonnen. Geplant ist es, unterschiedliche onlinebasierte Weiterbildungsformate in das Programm aufzunehmen: Webinare mit externen Referent/innen, Web Based Trainings sowie Online-Kurse auf einer Lernplattform.

In einer ersten Testphase im April/Mai 2014 wurde die Durchführung von Webinaren erprobt. Webinare sind Live-Veranstaltungen im Internet, denen Sie vom Arbeitsplatz oder von Zuhause aus folgen können. Wie bei unseren Präsenzveranstaltungen hören Sie eingangs einen Vortrag und haben dann die Möglichkeit, Fragen zu stellen und mit der Teilnehmergruppe und dem Referenten/der Referentin online zu diskutieren.

Im Programmjahr 2014/15 werden Webinare im Regelprogramm angeboten. Ab Oktober 2014 veranstaltet die Fahrradakademie monatlich ein Webinar zu unterschiedlichen Themen der Radverkehrsförderung.

Termine:

12. November 2014 (14-15 Uhr)
Netzplanung - von der systematischen Planung bis zur Realisierung
Referent: Dr. Ralf Kaulen, Stadt- und Verkehrsplanungsbüro Kaulen

12. Dezember 2014 (10.30-11.30 Uhr)
Qualitätssicherung im Radtourismus
Referentin: Andrea Tiffe, Radschlag Büro für Tourismus und Radverkehr
   
08. Januar 2015 (14-15 Uhr)
Der Trend zum Pedelec – Was kommt auf Kommunen zu?
Referent: Jörg Thiemann-Linden, Deutsches Institut für Urbanistik
   
05. Februar 2015 (10.30-11.30 Uhr)
Einfache und kostengünstige Infrastrukturmaßnahmen
Referent: Michael Haase, ISUP Ingenieurbüro für Systemberatung und Planung
   
15. April 2015 (14-15 Uhr)
Handlungsempfehlungen zur Radwegebenutzungspflicht
Referent: Dankmar Alrutz, Planungsgemeinschaft Verkehr - PGV-Alrutz

Die Teilnahme ist kostenfrei. Die Teilnehmerzahl pro Veranstaltung ist auf 20 Personen begrenzt.

Weiter Informationen finden Sie auf fahrradakademie.de.

Wandel gestallten - Leitfaden für Transition-Management

Das Dutch Research Institute for Transition (DRIFT) hat einen neuen Leitfaden für „Transition-Management“ im Bereich Klimaschutz veröffentlicht. Der Leitfaden ist das Ergebnis des Interreg geförderten Projekts Mitigation in Urban Context, Solutions for Innovative Cities (MUSIC). Die Publikation – die auch auf Deutsch erhältlich ist – beschäftigt sich mit den Erfahrungen von 5 Vorreitern städtischer Innovation in Europa: Aberdeen (Schottland), Ghent (Belgien), Ludwigsburg (Deutschland), Montreuil (Frankreich) und Rotterdam (Niederlande).

Der Leitfaden bietet praktische Beispiele aus 5 verschiedenen Kontexten und möchte zu neuen Praktiken inspirieren. In Ihrem Vorwort warnt Ania Rok von ICLEI die Leser und Leserinnen:  „Sie werden sich gezwungen sehen Ihr Denken und Handeln, Ihre Problemdefinitionen und Lösungsansätze zu hinterfragen.“

Wenn Sie bereit sind dieses Risiko einzugehen möchten wir Ihnen diesen Leitfaden wärmstens empfehlen. Die Veröffentlichung auf Deutsch finden Sie hier. Weitere Informationen finden Sie auf der DRIFT Webseite.

Johannesburg in Südafrika wird zur autofreien Stadt

Vom 1. - 31. Oktober 2015 wird in Johannesburg ein einzigartiges Projekt durchgeführt. Im Rahmen von "South Africa's Transport Month" organisiert die Stadt das zweite jemals stattfindende "EcoMobility World Festival" der Welt.

Während dieser Veranstaltung werden im Stadtteil Sandton, dem zweitgrößten Geschäftsviertel der Stadt, die Straßen für Autoverkehr gesperrt um Raum zu schaffen für ÖPNV, Fußgänger, Radfahrer und anderer Formen nachhaltiger Mobilität.

Konrad Otto-Zimmermann, Initiator der Idee und ehemaliger ICLEI Generalsekretär beschreibt die Chancen des Projekts wie folgt:

"Das EcoMobility Festival ist eine einmalige Gelegenheit
für die Bevölkerung vor Ort, um mit einem Szenario zukünftigen,
nachhaltigen Lebens zu experimentieren".


Für weitere Informationen zum EcoMobility Festival, besuchen Sie die Seite
www.ecomobilityfestival.org, oder gewinnen Sie Eindrücke durch die Dokumentarfilme über das EcoMobility World Festival 2013 in Suwon City - Südkorea.

Wir wünschen der Stadt und der Bevölkerung viel Spaß und Erfolg bei diesem mutigen und erfrischenden Projekt!

Landeskongress Lernort Bauernhof 24. November 2014

Der Bauernhof ist ein idealer außerschulischer Lernort, um Bildung für nachhaltige Entwicklung lebendig werden zu lassen – am Bauernhof lassen sich vielfältige Kompetenzen für eine nachhaltige Zukunftsgestaltung erwerben.

Kinder und Jugendliche können hier Landwirtschaft mit allen Sinnen erleben und Zusammenhänge über den Ursprung der Lebensmittel bis zu deren Verbrauch handlungsorientiert
erkunden.

Lernen auf dem Bauernhof ermöglicht Einblicke in aktuelle landwirtschaftliche Produktionsprozesse – dies fördert auch die Wertschätzung heimischer Agrarprodukte und kann der Grundstein für die Entwicklung eines Ressourcen
schonenden Lebensstils sein.

Der Landeskongress Lernort Bauernhof findet statt:

24. November 2014
9:00 -17:00 Uhr
Konferenzzentrum Schloss Waldthausen
Budenheim bei Mainz

Ziel der Veranstaltung
ist es, Anregungen zum fachübergreifenden und Fächer verbindenden handlungsorientierten Lernen am außerschulischen Lernort
Bauernhof zu geben sowie Partner für eine Bildung für nachhaltige Entwicklung in Landwirtschaft und Schule kennen zu lernen. Der Tag soll zeigen, wie die zukunftsweisende Zusammenarbeit von Landwirtschaft und Schule in Rheinland-Pfalz lebendig und konkret gestaltet wird.

Weitere Informationen und Anmeldeunterlagen finden sie unter diesem Link.

BUNDESWEITE FACHTAGUNG - NEUSTART FÜRS KLIMA

BÜRGERINNEN UND BÜRGER FÜR DEN KOMMUNALEN KLIMASCHUTZ GEWINNEN

Kommunen sind zur Erreichung ihrer Klimaschutzziele, wie das Voranbringen alternativer Verkehrsmittel und die Optimierung der Energieeffizienz in Gebäuden, auch auf die Unterstützung ihrer Bürgerinnen und Bürger angewiesen. Schließlich haben private Haushalte einen erheblichen Einfluss auf den Kohlendioxid-Ausstoß. Doch mit welchen Maßnahmen und Angeboten können Akteure in den Kommunen ihre Bürger für den Klimaschutz gewinnen und welche neuen Wege können sie hierbei gehen, um sie mitzunehmen? Mögliche Antworten auf diese Fragen werden auf der  Fachtagung „Neustart fürs Klima“ am 29. Januar 2015 von 10:00 bis 16:30 Uhr in den Kongressräumen der Deutschen Welle, Kurt-Schumacher-Straße 3 in 53113 Bonn, vorgestellt und diskutiert.

Ein Projektverbund von sechs Verbraucherzentralen und dem Öko-Institut lädt kommunale Klimaschutzakteure aus ganz Deutschland zum Austausch über Erfahrungen und Lösungen aus Wissenschaft und Praxis ein. Die Teilnehmer der Veranstaltung werden neue Ideen und Perspektiven für ihre Arbeit vor Ort mitnehmen können. Auf dem Programm stehen Fachvorträge und eine Podiumsdiskussion mit Vertretern aus Kommunen. Drei Themenforen bieten eine Plattform zum Austausch mit Wissenschaft, Unternehmen und Zivilgesellschaft. Ein Marktplatz präsentiert erfolgreiche Maßnahmen zur Neubürgeransprache.

Interessenten sind herzlich eingeladen sich bis zum 9. Januar 2015 unter www.vz-nrw.de/neustart-tagung anzumelden. Hier erhalten sie auch weitere Informationen zum Programm. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.

Forschung zur Energiewende – Interaktive Landkarte geht an den Start

Nach den ersten Schritten in Richtung Energiewende müssen Politik und Gesellschaft nun weitere wichtige Themen angehen. Wissen zum Handeln ist zentral für das Gelingen dieser Transformation. Eine neue Online-Plattform stellt jetzt die 33 Projekte des BMBF-Programms „Umwelt- und gesellschaftsverträgliche Transformation des Energiesystems“ übersichtlich und interaktiv dar.

Unter www.transformation-des-energiesystems.de werden die Forschungsergebnisse von 33 Forschungsvorhaben zur Energiewende sowie die begleitende wissenschaftliche Koordination kommuniziert.

Die Online-Plattform bietet dem Fachpublikum und der interessierten Öffentlichkeit die Möglichkeit, sich über aktuelle Ergebnisse aus der sozial-ökologischen Forschung zur Energiewende zu informieren. Die Besucher der interaktiven Landkarte erfahren Neues über Forschungsergebnisse, Veranstaltungen, Stellungnahmen zu aktuellen Entwicklungen und Veröffentlichungen aus den Forschungsprojekten.

Deutscher Lokaler Nachhaltigkeitspreis ZeitzeicheN 2014

Im Rahmen des achten bundesweiten Netzwerk21Kongresses wurde am 23. Oktober 2014 im Alten Rathaus München der Deutsche Lokale Nachhaltigkeitspreis ZeitzeicheN vergeben. Der Preis war in sechs Kategorien ausgeschrieben:

Preisträger in der Kategorie Initiativen:

rehab republic e.V. München, prämiert wird das innovative Kommunikationslabor.
Mit Flashmob die Welt retten: Mit Flashmobs, Tauschbörsen, Lebensmittel-Rettungspartys und unkonventionellen Sportevents hat rehab republic e.V. über 10.000 Menschen bewegt sich für Ressourceneinsparung und einen würdigen Umgang miteinander zu begeistern. mehr ...

Preisträger in der Kategorie Initiativen (Sonderpreis):

Earthlink e.V. München, prämiert wird seine Kampagne „Aktiv gegen Kinderarbeit“.
Mit ihrer Kampagnenwebseite „Aktiv gegen Kinderarbeit“ wird die umfangreichste öffentlich zugängliche deutschsprachige Wissensdatenbank rund um das Thema ausbeuterische Kinderarbeit betrieben. mehr ...

Preisträger in der Kategorie Kommunen:

Kreis Steinfurt (Nordrhein-Westfalen), prämiert wird energieland2050.
Bis 2016 will der Kreis 2050 Botschafter finden, die aktiv für den Klimaschutz im Kreis Steinfurt eintreten. Diese „energieland2050-Botschafter“ sollen in ihrem Umfeld für ein klimafreundliches Leben werben. mehr ...

Preisträger in der Kategorie Internationale Partnerschaften:

Verein zur Förderung der Partnerschaft mit den Mujeres Mayas e.V. Güntersen (Niedersachsen), prämiert wird seine Entwicklung eines humanitären Projekts hin zur Städtepartnerschaft.
Aus einem privaten Hilfsprojekt ist eine großartige, durch die jeweiligen Botschaften im Partnerland unterstützte, offiziell anerkannte Partnerschaft erwachsen, welche nun in ganz anderem Umfang und in neuen Konstellationen die vielfältigen Probleme der indigenen guatemaltekischen Maya-Bevölkerung aufgreifen kann. mehr ...

Preisträger in der Kategorie Unternehmen:

Agrotherm GmbH Malchin (Mecklenburg-Vorpommern), prämiert für das Malchiner Biomasseheizwerk für Biomasse aus Paludikultur.
Die Nutzung von Biomasse von Niedermoorflächen des Naturparks Peenetal ermöglicht regionale Wertschöpfungskreisläufe. Diese Art der Energiegewinnung ist eine Alternative zu fossilen Energieträgern und entzieht der Lebens- oder Futtermittelproduktion keine Agrarflächen. mehr ...

Preisträger in der Kategorie Unternehmen (Sonderpreis):

Neumarkter Lammsbräu, Gebr. Ehrnsperger KG Neumarkt (Bayern), prämiert für langjährige Ausstrahlung des Nachhaltigkeitsengagements in die Region.
Das Engagement beginnt im eigenen Unternehmen. Nicht nur das Produkt sondern auch die Mitarbeiter, deren Gesundheit und deren Verständnis für ihre Umwelt und Region stehen dabei im Mittelpunkt. Durch die jährliche Verleihung des Lammsbräu Nachhaltigkeitspreises honoriert und fördert das gleichnamige Unternehmen gemeinschaftliches Engagement in der Region. mehr ...

Preisträger in der Kategorie Jugend-Initiativen:

ROCK YOUR LIFE! gGmbH München, prämiert für ihr Coaching- und Mentoringprojekt zur Verbesserung von Bildungschancen.
Das auf einem strukturierten Coaching-Prozess aufbauende Programm qualifiziert engagierte Studierende, Schüler aus sozial, wirtschaftlich oder familiär benachteiligten Verhältnissen auf dem Weg in den Beruf oder in die weiterführende Schule zu begleiten. mehr ...

Preisträger in der Kategorie Bildung für nachhaltige Entwicklung:

Ökoprojekt MobilSpiel e.V. München, prämiert wird dessen Lernpartnerschaft Zukunft.
Das Projekt erschließt mit seiner Nachhaltigkeitsthematik ein Stück Zukunft in der Bildungsarbeit. Das Projekt zur nachhaltigen Ernährung „Kühe, Körner und Kakao – Global und fair? Macht euch schlau!“ wird drei Jahre gemeinsam mit dem Team der Kinder- und Jugendfarm Ramersdorf und bildungsbenachteiligten Kindern durchgeführt. mehr ...

Die feierliche Übergabe der Preise erfolgte durch Dr. Stefan Wilhelmy, Jurymitglied und Leiter der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt sowie Karen Thormeyer, Geschäftsführerin GRÜNE LIGA Berlin und Sprecherin des Netzwerk21Kongresses.

Seit acht Jahren würdigt der ZeitzeicheN-Preis langjähriges Engagement für eine zukunftsfähige Entwicklung. 2014 gab es insgesamt 115 Bewerbungen.

Wir gratulieren allen Nominierten und Preisträgern und wünschen Ihnen viel Erfolg für die zukünftige Arbeit!

Praktische Workshops für Kommunen in Rheinland-Pfalz

Im November und Dezember diesen Jahres bietet ICLEI, in Abstimmung mit dem Nachhaltigkeitsreferat des Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung Rheinland-Pfalz, zwei besondere Weiterbildungsangebote für Verantwortliche auf kommunaler Ebene an. Herzlich eingeladen sind unter anderem Mitarbeiter der kommunalen Verwaltung, LA21, Beiräte und Agendaforenmitglieder.

  • Moderieren leicht gemacht – Einführung und Auffrischung aktueller Moderationstechniken

    Wann: Donnerstag, 20.11.2014, 10:00-15:00
    Wo: Ludwigshafen
    Anmeldeschluss: 10.11.14
  • Kommunikation 2.0 - Gute Kommunikation besonders in sozialen Medien

    Wann: Freitag, 12.12.2014, 10:00-15:00
    Wo: Koblenz
    Anmeldeschluss: 1.12.14

Diese Weiterbildungen sind für Teilnehmer aus Rheinland-Pfalz kostenfrei. Melden Sie sich an unter nachhaltigkeitkommunal@iclei.org und leiten Sie diese Information gerne an interessierte Kollegen und Kolleginnen weiter.

Aber zögern Sie nicht zu lange - die Zahl der Plätze ist limitiert!

Rheinland-Pfalz veröffentlicht neuen Indikatorenbericht

Seit dem Jahr 2001 verfügt das Land Rheinland-Pfalz über eine Nachhaltigkeitsstrategie als Grundlage für das Handeln von Politik und Verwaltung. Diese Nachhaltigkeitsstrategie wird regelmäßig fortgeschrieben um sie an eine sich ändernde Welt anzupassen. Unverzichtbar für eine solche Fortschreibung und strategische Anpassung ist eine aussagekräftige Bestandsaufnahme. Diese wird gewährleistet durch den Indikatorenbericht 2013 welcher vor kurzem veröffentlicht wurde. Auf 170 Seiten wird in ausgewählten Themenfeldern eine ablesbare und aussagekräftige Grundlage geschaffen, um Nachhaltigkeit in der Praxis umzusetzten.

Damit beweist Rheinland-Pfalz einmal mehr, dass das Land sich seiner lokalen, regionalen und globalen Verantwortung stellt.

nachhaltigkeit-kommunal.eu mit neuem Inhalt

 

 

 

 

Die Webseite nachhaltigkeit-kommunal.eu präsentiert sich mit neuem Inhalt. Nach intensiver Überarbeitung bietet die Seite Städten und Gemeinden nun noch mehr Möglichkeiten an Ihrer Nachhaltigkeit zu Arbeiten.


Neu sind vor allem eine größere Auswahl von Beratungsangeboten, die von Kommunen in Anspruch genommen werden können, sowie ein neues online Ressourcenzentrum mit vielen praktischen Hinweisen, Anleitungen und Werkzeugen.

Die Beratungsangebote für Städte und Gemeinden, welche vom ICLEI Europasekretariat angeboten werden, umfassen ein breites Spektrum an Themen und Produkten: Von Wasser über Klimaschutz zu nachhaltiger Beschaffung oder Governance – schauen Sie nach was ICLEI vor Ort für Sie leisten kann.

Das neue online Ressourcenzentrum ermöglicht es interessierten Stadtverwaltungen, lokalen Initiativen und einzelnen Bürgern kostenfrei und unverbindlich auf Informationen, Anleitung und Hilfestellungen zu zugreifen. Die Angebote im Ressourcenzentrum reichen von interessanten Analysen zum Nachlesen, über Musterhandlungsprogramme für Nachhaltigkeitsstrategien bis zu Zugängen zu kompletten Trainingsplattformen.

Nutzen Sie das neue online Angebot von nachhaltigkeit-kommunal.eu

Die Nominierten für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2014 stehen fest

Vierzehn Unternehmen und neun Kommunen sind für den diesjährigen Deutschen Nachhaltigkeitspreis nominiert. Die Expertenjury unter Vorsitz von Prof. Günther Bachmann, Generalsekretär des Rates für Nachhaltige Entwicklung, nominierte sie für Spitzenleistungen in der Bewältigung von ökologischen und sozialen Zukunftsherausforderungen.

Die nominierten Städte und Gemeinden sind:

In der Kategorie Deutschlands nachhaltigste Kleinstädte und Gemeinden

In der Kategorie Deutschlands nachhaltigste Städte mittlerer Größe

In der Kategorie Deutschlands nachhaltigste Großstädte

Am 28. November 2014 treffen sich 1.200 Entscheidungsträger aus Unternehmen, Kommunen, Politik, Forschung und Zivilgesellschaft zur Verleihung des Deutschen Nachhaltigkeitspreises. Wir gratulieren allen Nominierten und sind gespannt auf die Entscheidung!